Wohlen
Grundbuchämter: «Die Casa Güpf ist die einzig sinnvolle Standortwahl»

Die örtliche FDP unterstützt den Entscheid des Regierungsrats, die Grundbuchämter für die Bezirke Bremgarten und Muri in der Casa Güpf einzurichten. Die Ortspartei spricht sich klar gegen den Alternativstandort bei der Landi in Bünzen aus.

Fabian Hägler
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Koni Gfeller, Präsident der lokalen FDP (hier auf dem Hochhaus gegenüber der Casa Güpf) möchte die Grundbuchämter in Wohlen ansiedeln. dno

Koni Gfeller, Präsident der lokalen FDP (hier auf dem Hochhaus gegenüber der Casa Güpf) möchte die Grundbuchämter in Wohlen ansiedeln. dno

Für die FDP Wohlen ist klar: Das regionale Grundbuchamt muss im Freiämter Regionalzentrum eingerichtet werden. «Wohlen ist als Zentrumsgemeinde die einzig sinnvolle Wahl und sollte nicht regionalen Machtkämpfen zum Opfer fallen, denn letztlich ist es die Bevölkerung, welche die negativen Auswirkungen zu spüren bekommt», hält Ortsparteipräsident Koni Gfeller fest.

Die Vorteile der Casa Güpf überwiegen aus seiner Sicht die Mehrkosten, die gegenüber der Landi Freiamt in Bünzen entstehen würden. Gfeller hält unmissverständlich fest: «Ein Entscheid für den Standort Bünzen ist untragbar und unverständlich.»

Regierungsrat ist für Wohlen

Aufgrund von Restrukturierungen in den Bezirks- und Familiengerichten der Bezirke Bremgarten und Muri müssen die beiden Grundbuchämter umquartiert werden. Der Regierungsrat spricht sich nach eingehender Untersuchung klar für den Standort Casa Güpf in Wohlen aus. «Trotz der regierungsrätlichen Botschaft folgte die zuständige Kommission dem Vorschlag nicht und entschied sich unverständlicherweise für die Landi Bünzen als zukünftigen Standort der beiden Grundbuchämter», kritisiert die FDP Wohlen.

Landi Freiamt informiert

In zwei Wochen, am 27. April, veranstaltet die Landi Freiamt ihr traditionelles Pressekafi. Angekündigt sind unter anderem Informationen zum Projekt «Grundbuchämter Bremgarten und Muri bei Landi in Bünzen».

Daneben wird das Unternehmen auch über den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung, 125 Jahre Landi Freiamt und die Beschlüsse der Generalverammlung orientieren, die am Vortag stattfindet. (fh)

Die Partei kann den grossrätlichen Kommissionsentscheid laut einer Mitteilung nur bedingt nachvollziehen. Die FDP Wohlen hält fest, trotz einmaliger Mehrkosten von 265000 Franken und jährlich wiederkehrenden Mehrkosten von 21000 Franken würden «die Vorzüge von Wohlen klar auf der Hand» liegen.

Die vorgesehenen Räumlichkeiten im früheren Howag- Fabrikgebäude auf dem Gelände der Casa Güpf sind laut FDP frisch renoviert und bieten ausreichend Platz für die beiden Grundbuchämter. Die Büros in Wohlen zeichnen sich laut FDP durch «grosse Fensterflächen und eine optimale Infrastruktur aus». So finde sich am ein neuer Lift zum Personen- und Warentransport, während Bünzen als Notlösung nur einen Treppenlift im ohnehin engen Treppenhaus für den behindertengerechten Zugang bereitstelle.

Öffentlicher Verkehr und Notare

Die zusätzlichen temporär benötigten Räume, die im Rahmen einer Digitalisierung der Grundbuchämter benötigt werden, können laut FDP in Wohlen angemietet werden «und bieten dank zentraler Lage im Gebäude Effizienzvorteile gegenüber der Verteilung der Räume auf zwei Stockwerke und drei Büros in Bünzen».

Weiter sei Wohlen mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus den beiden Bezirken hervorragend erreichbar und biete diverse Möglichkeiten für Besorgungen und Verpflegung in unmittelbarer Nähe. «Zudem sind in Wohlen, im Gegensatz zu Bünzen, gleich sechs Notariatsbüros ansässig, wodurch Synergien mit den Grundbuchämtern optimal genutzt werden können», hält die FDP fest.

Schliesslich verweist die Partei auf den kantonalen Richtplan, der kundennahe kantonale Betriebe in Kernstädten oder ländlichen Zentren vorsieht. Das Fazit der FDP: «Bünzen scheitert bereits an diesem Kriterium und unterliegt, ausser in der Kostenfrage, auch in allen anderen Punkten deutlich dem Standort Casa Güpf.»

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