Wohlen

Grosser Umbau: Statt Steaks gibts bei «Basch» künftig eine Autowäsche

Die Basch AG in Wohlen schliesst ihr Restaurant. Stattdessen wird auf dem Gelände eine Autowaschanlage gebaut.

Am Südrand von Wohlen bahnt sich beim Kreisel bei den Ausfallachsen Richtung Muri und Büttikon eine grosse Veränderung an. Die Basch AG plant einen markanten Um- und Neubau auf dem bisherigen Gelände, der die Optik stark verändern wird. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis 22. Juni auf der Gemeindekanzlei auf.

Seit rund 15 Jahren existiert das Unternehmen erfolgreich mit Tankstelle inklusive Shop, Restaurant (Benny’s Steakhouse) und einer eigenen Bäckerei. Das «Basch» ist ein beliebter Zwischenhalt für eine Rast für Töfffahrer, Automobilisten oder Chauffeure. Mit dem Restaurant ist nun aber bald Schluss.

Aus altem Wintergarten wird ein Kaffeestübli

Die Basch AG beabsichtigt den Rückbau des Restaurants und des Wintergartens. Auch die entsprechenden Parkplätze werden verschwinden. Auf der Fläche entstehen im Gegenzug neu drei Portalwaschanlagen, vier Selbstwaschboxen und sieben Pflegeplätze. Auf der Südseite des bestehenden Shopgebäude ist als Ersatz im Gastrobereich von Montag bis Freitag (7 bis 14 Uhr) ein kleines Kaffeestübli mit 12 Plätzen vorgesehen, das aus Teilen des alten Wintergartens gebaut wird.

Das ganze Projekt kostet rund 2,8 Millionen Franken. Inhaber Bernhard Schneiter sagt über die Umstellung: «Seit April 2019 beschäftigten wir uns mit dem Projekt. Ursprünglich war geplant, die neue Anlage auf dem bisherigen Tankstellendach zu bauen, was aber an der Höhe scheiterte. Nun kommt das ganze auf dem Boden zu stehen.»

Definitiv zu Ende ist das Kapitel Restaurant. «Es war sehr erfolgreich, wir hatten immer zwischen 40 und 70 Mittagessen. Wir haben aber festgestellt, dass es immer schwieriger wird, im Gastrobereich gutes Personal zu finden», sagt Schneiter. Beim Planen der Autowaschanlage habe man das Restaurant opfern müssen. Für die Zukunft sei man so auf dem richtigen Weg, sagt der 64-Jährige, dessen Kinder den Betrieb übernehmen werden.

Bei einer Portalwaschanlage gibts etwas Spezielles. «Es ist ein Unikat in der Schweiz. Der Kunde kann wählen, ob das Auto herkömmlich mit Bürste oder mit Hochdruckdüsen gereinigt wird», berichtet Schneiter. Auch ökologisch investiert die Basch AG. Dank drei Zisternen werden total 30'000 Liter Regenwasser vom Dach für die Waschanlage gesammelt. Wenn alles rund läuft, erfolgt im September der Baustart und im Dezember die Eröffnung der Anlage.

Aargauer Gastro-News 2020

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