Bremgarten

Gross das Revier und gross die Freude; Forstrevier Wagenrain unter Dach

Gut gelaunte Gemeinderäte: Vertragsunterzeichnung im Bremgarter Forsthaus. Toni Widmer

Gut gelaunte Gemeinderäte: Vertragsunterzeichnung im Bremgarter Forsthaus. Toni Widmer

Die fünf beteiligte Gemeinden Wohlen, Bremgarten, Waltenschwil, Dottikon und Hägglingen haben die Verträge für den gemeinsamen Forstbetrieb Wagenrain unterzeichnet. Er umfasst eine Fläche von über 1300 Hektaren Wald.

Über 1300 Hektaren Wald, von Dottikon im unteren Bünztal bis hinauf nach Waltenschwil im oberen Freiamt, umfasst das Waldrevier, das künftig vom neuen Forstbetrieb Wagenrain bewirtschaftet wird. Fünf Ortsbürgergemeinden sind daran beteiligt: Bremgarten mit 543 Hektaren, Wohlen mit 344 Hektaren, Hägglingen mit 249 Hektaren, Waltenschwil mit 95 und Dottikon mit 87 Hektaren. Am Mittwochabend haben die zuständigen Gemeinderäte im Bremgarter Forsthaus die vom Murianer Notar Roland Haller ausgearbeiteten Verträge unterzeichnet.

«Das ist eine Erfolgsgeschichte»

Es gab dazu einen Apéro, einen gediegenen Imbiss mit Dessert und eine grosse Gästeschar. Ein zünftiges TamTam also, wie Ruedi Donat, Wohler Gemeinderat und treibende Kraft hinter dieser Forst-Fusion, in seiner Begrüssung schmunzelte.

Allerdings auch ein berechtigtes TamTam: «Was wir heute unterzeichnen», sagte Donat weiter, «ist nicht nur ein spezieller Vertrag, es ist die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte, die 1994 begann.» Damals hat der Forstbetrieb Waltenschwil einen starken Partner gesucht und bei seinen Nachbargemeinden angeklopft. Zwei Jahre später war der gemeinsame Forstbetrieb Wohlen-Bremgarten-Waltenschwil (WBW) Tatsache, Oberförster Anton Bürgi und Revierförster Leonz Küng konnten ihre Arbeit als Betriebsleiter aufnehmen.

Sie machten ihre Sache gut, wie sich nach knapp 20 Jahren unschwer feststellen lässt: «Im Alleingang hätte wohl keiner dieser drei Forstbetriebe die Anforderungen der letzten beiden Jahrzehnte so gut meistern können», erklärte Ruedi Donat und verwies dabei insbesondere auf den Sturm Lothar von 1999, aber auch auf den stetig steigenden Preisdruck und den daraus folgenden Zwang zur Rationalisierung: «Wir haben nicht nur alle Herausforderungen gemeistert, wir haben dabei auch noch Geld verdient und unsere Forstreserve auf über 1,2 Mio. Franken aufstocken können», zog Donat zufrieden Bilanz.

Zusammenarbeit zementiert

Ab 2009 betreute der Forstbetrieb WBW im Auftragsverhältnis auch die Waldungen von Hägglingen und jene von Dottikon. Die Ausweitung zum Forstbetrieb Wagenrain – der Name kommt vom lang gestreckten Hügelzug, entlang dem sich die gemeinsamen Waldungen hinziehen – ist die Folge einer erspriesslichen Zusammenarbeit.

Es dauerte eine Weile, bis sich die fünf Gemeinden (sprich: Forstkommissionen) auf ein gemeinsames Konzept einigen konnten. Nach zwei Jahren, zum Teil harter Verhandlungen, hätte man jedoch den Rank gefunden, hielt Ruedi Donat fest.

Oberförster Anton Bürgi stellte den neuen Betrieb vor und gab seinem Stolz über dessen Zustandekommen Ausdruck: «Der vorliegende Vertrag ist ein Beweis dafür, dass wir vor vielen Jahren den richtigen Weg eingeschlagen haben.» Es funktioniert und es rentiert», sagte der ebenfalls hocherfreute Wohler Gemeindeammann Walter Dubler: «Alle, die am Zustandekommen beteiligt waren, haben einen Top-Job gemacht. Ein Teil dieser Top-Jobber – die bisherigen Mitglieder der Forstkommissionen – wurde am gleichen Abend ehrenvoll entlassen. Die neue offizielle Geschäftsführung der Betriebsgemeinschaft Wagenrain zählt nur noch fünf Mitglieder.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1