Auw

Grösser darf das Dorffest nicht mehr werden

Die Kleinen verfolgen das Dorffest von oben.

Die Kleinen verfolgen das Dorffest von oben.

Das Fest mitten in den Sommerferien und mitten im Dorf ist Auwerinnen und Auwern eine liebe Tradition. Dass am Auwer Dorffest die Post abgeht, ist in der ganzen Region bekannt. Noch grösser könne das Fest aus Platzgründen nicht mehr werden

Bis Samstag, 16 Uhr regnete es in Auw. Für OK-Chef Marco Imbach kein Grund, sich Sorgen zu machen. «Natürlich nimmt unser Verein MG Brass Band Auw, der den Anlass organisiert, einiges Geld in die Hand für dieses Fest. Allerdings zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, dass die Leute auch bei strömendem Regen das Dorffest nicht verpassen wollen. Unser Glück ist es, dass wir viele Stammgäste haben. So sind wir nicht derart vom Wetter abhängig.»

Für jedes Alter, jeden Geschmack

Tatsächlich bietet das Auwer Dorffest einiges. Ob Lunapark, Western-Saloon, Grotto Ticinese, Biergarten, Taverne, Unterwasser-Bar oder Festzelt: Es hat für jedes Alter und jeden Geschmack das passende Angebot. «Daher kommen auch alle Generationen an unser Fest», freut sich Imbach.

Bruno Sidler, der das Fest-OK vor Imbach viele Jahre geleitet hat, ergänzt: «Es gibt Auwer, die noch kein einziges Dorffest verpasst haben, seit 44 Jahren. Und es gibt Weggezogene, die jedes Jahr kommen und die Ferien so planen, dass diese sich nicht mit dem Dorffest überschneiden.»

Die erste Austragung des Auwer Dorffestes fand in einem bescheidenen Rahmen statt mit einer Tanzmusik. In einer Garage hatte man eine Kaffeestube eingerichtet, den Kaffee nahmen die Musikantenfrauen von zu Hause mit. 1978 wurde das erste Zelt aufgestellt. In den 80er- und 90er- Jahren wurde das Dorffest immer grösser und bekannter, und die Besucherinnen und Besucher kamen von weit her.

Dass am Auwer Dorffest die Post abgeht, ist in der ganzen Region bekannt. «Es gab eine Zeit», erinnert sich Sidler, «da konnte man Gutscheine verschenken, dass jemand sich am Auwer Dorffest als Helfer engagieren konnte. Es wollten halt alle mitarbeiten.» Auch heute, ergänzt Imbach, sei es kein Problem, die 200 bis 250 Helfenden zu finden.

Noch grösser könne das Fest aus Platzgründen nicht mehr werden, meint Imbach. Es mache gerade den Reiz des Festes aus, dass es mitten im Dorf stattfindee. Probleme mit Anwohnenden hat es noch nie gegeben. «Mit den Zugezogenen suchen wir früh das Gespräch», sagt er. Sidler freut sich: «Unser Dorf ist seit Beginn des Dorffestes stark gewachsen.»

Dass das Fest erst am Samstag startet und am Dienstag noch einmal stattfindet, habe mit der Geschichte zu tun, erklärt Sidler. «Die erste Austragung fand an einem Sonntag statt. Später kam der Samstag hinzu. Da ja Ferien sind, haben die Daheimgebliebenen auch am Dienstag Zeit, am Fest vorbeizuschauen. Imbach selber freut sich besonders auf kommenden Dienstag. «Bei unserem Hüttengaudi wird es hoch zu- und hergehen. Es kommen unter anderem Belsy und Florian, die Sieger des internationalen Grand Prix der Volksmusik 2010. Das wird super», verspricht er.

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