Brücke Gnadenthal
Gnädig: Niederwil muss nur eine halbe Million an die neue Brücke zahlen

Für die neue Brücke Gnadenthal beantragt der Regierungsrat einen Grosskredit von 12,69 Mio. Franken. Insgesamt kostet das Bauwerk 13,19 Mio. Franken. Der finanzielle Beitrag der Gemeinde Niederwil ist mit 0,5 Mio. Franken bescheiden

Merken
Drucken
Teilen
So soll die neue Reussbrücke Gnadenthal aussehen, die Niederwil mit Stetten verbindet. zvg

So soll die neue Reussbrücke Gnadenthal aussehen, die Niederwil mit Stetten verbindet. zvg

Zur Verfügung gestellt

Für die neue Brücke Gnadenthal, die rund 70 Meter weiter flussabwärts erstellt wird, als der bisherige Übergang, beantragt der Regierungsrat einen Grosskredit von 12,69 Mio. Franken. Insgesamt kostet das Bauwerk 13,19 Mio. Franken, weil nur ein kleiner Abschnitt der Zufahrtsstrasse im Innerortsbereich liegt, ist der finanzielle Beitrag der Gemeinde Niederwil mit 0,5 Mio. Franken bescheiden.

In der Vernehmlassung mit insgesamt 23 Eingaben fand das Vorhaben grundsätzlich Zustimmung. Vorbehalte gab es wegen der Kapazitätserweiterung, die zu einer Zunahme des Schwerverkehrs in Stetten führe. Zudem wurde infrage gestellt, ob sich die neue Brücke mit dem Reussuferschutzdekret vereinbaren lasse.

Verkehrsmonitoring geplant

Der Regierungsrat hält fest, für die Ortsdurchfahrt von Stetten werde parallel zum Brückenprojekt ein Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) erarbeitet. Das vorgesehene Monitoring werde die Verkehrsströme sichtbar machen und zeigen, ob weitere Massnahmen zur Verkehrsbeeinflussung nötig seien.

Weiter schreibt der Regierungs-rat, die neue Brücke sei lediglich ein Ersatz für die bisherige. Daher könne von der Anpassung des Schutzplans abgesehen werden. Bereits in der Reussuferschutzverordnung von 1966 sei man davon ausgegangen, «dass künftige öffentliche Anlagen zu einer punktuellen Beanspruchung des Schutzgebiets führen würden».

Ersatz für 103-jährige Brücke

Nötig wird der Neubau, weil die 1909 erstellte Brücke inzwischen so verrostet ist, dass eine Reparatur unmöglich ist. Vor einem Jahr mussten wegen des schlechten Zustandes dringend Verstärkungsmassnahmen ausgeführt werden. Im März wurde die Gewichtslimite von 18 auf 3,5 Tonnen reduziert. Zudem ist die Brücke bei Hochwasser stark gefährdet. Durch Schwemmholz wurde sie mehrfach beschädigt. Bei hohem Wasserstand muss sie aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. (fh)