Niederwil/Stetten

Gnadenthal: Tonnenschwere Brückenelemente werden gesetzt

Gnadenthal: Millimeter-Arbeit Brückenbau

Gnadenthal: Millimeter-Arbeit Brückenbau

Am Freitag wurde der Mittelteil der neuen Reussbrücke im Gnadenthal eingesetzt. Viele Zuschauer beobachteten die Präzisionsarbeit.

Im August 2015 hat der Spatenstich stattgefunden, im August 2016, lediglich 12 Monate später, werden die ersten Fahrzeuge über die neue Reussbrücke im Gnadenthal zwischen Niederwil und Stetten rollen können.

Die Planung der neuen Brücke hat wesentlich länger gedauert als ihre Realisierung dauern wird. Über die Art und Weise, wie die alte, mittlerweile marode Stahlbrücke erneuert oder ersetzt werden sollte, haben der Kanton und die Anliegergemeinden über Jahrzehnte gerungen.

Am Donnerstag und Freitag sind die vorgefertigten Brückentröge aus Cortenstahl mit einem Spezialkran auf die Widerlager und Brückenpfeiler gehievt worden. Die zwei äusseren Elemente wiegen 70 Tonnen, das am Freitag montierte Mittelelement ist 35 Tonnen schwer. Der Brückentrog wird jetzt zusammengeschweisst und danach mit dem Betonieren der 10 Meter breiten und rund 100 Meter langen Brückenplatte begonnen.

Laut Mauro Spada, Projektleiter von der Sektion Brücken und Tunnel im Departement Bau, Verkehr und Umwelt, ist man mit den Arbeiten am auf knapp 13 Mio. Franken veranschlagten Projekt wetterbedingt sehr gut im Zeitplan. Die Verlegung des Strassentrasses auf der Niederwiler Seite konnte um ein paar Wochen vorgezogen werden und ist bereits im Gang.

Die alte Reussbrücke, die wegen ihres schlechten Zustandes seit einiger Zeit auf 3,5 Tonnen Last beschränkt werden musste und von Lastwagen nicht mehr befahren werden kann, wird laut Mauro Spada unmittelbar nach der Eröffnung des neuen Flussübergangs im August abgebrochen.

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

Meistgesehen

Artboard 1