Rudolfstetten-Friedlisberg
Glastürme mit Dachkraftwerk

Für Schul-Gruppenräume und die Heizung investiert die Gemeinde über 4 Mio. Franken.

Walter Christen
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Architektonisch eine sehr elegante Lösung: Gruppenräume wurden an den bestehenden beiden Trakten der Dorfschule in Rudolfstetten-Friedlisberg angebaut.chr

Architektonisch eine sehr elegante Lösung: Gruppenräume wurden an den bestehenden beiden Trakten der Dorfschule in Rudolfstetten-Friedlisberg angebaut.chr

Walter Christen (chr)

An der Dorfschule im Zentrum von Rudolfstetten-Friedlisberg wurde die Raumknappheit auf elegante Weise gelöst: Gruppenräume wurden an den Längsseiten der beiden Schulhaustrakte angebaut. Die Konstruktionen gleichen optimal eingepassten Glastürmen und zeichnen sich aus durch grosse Fensterflächen.

Das Werk ist vollendet

Die Arbeiten für die Erweiterung der beiden Schulhaustrakte mit den neuen Gruppenräumen sind abgeschlossen und wurden durch die Schule bereits zu Beginn dieses Jahres in Betrieb genommen. Nachdem nun auch die Umgebungsarbeiten fertiggestellt sind, konnte die Bevölkerung das gelungene Gesamtwerk besichtigen. Die Einweihung wurde im Beisein der Primarschüler und deren Lehrkräfte mit einer grossen Zahl von Einwohnerinnen und Einwohnern auf dem Pausenplatz bei der Sportanlage und dem neuen Spielplatz durchgeführt.

Bauzeit anderthalb Jahre

Baukommissionspräsident Michael Gutknecht erinnerte daran, dass die Bauarbeiten während der Schulzeit zu einer akustischen Belastung des Unterrichtsbetriebes geführt hätten, weshalb die lärmintensivsten Tätigkeiten in die Ferienzeit verlegt wurden. Durch vorfabrizierte Elemente war es möglich, die Bauzeit für die Erweiterung der Primarschulanlage auf anderthalb Jahre zu beschränken; Baubeginn war im Frühjahr 2017.

Der Rudolfstetter Architekt Markus Ackermann hielt fest, dass die Positionierung der Anbauten nicht einfach zu lösen war: «Sie haben eigenständige Formen erhalten. Es konnten gute Voraussetzungen für eine Ergänzung des Schulbetriebs und somit eine ideale Lernatmosphäre geschaffen werden.»

Die Elektra nutzte die Gelegenheit, um auf den Dachflächen der Schule eine Photovoltaikanlage zu erstellen. 478 Quadratmeter beträgt die Fläche der Solarpanels. Der Ertrag aus Sonnenstrom dürfte pro Jahr bei etwa 70 000 Kilowattstunden (kWh) liegen und somit für die Versorgung von 18 bis 20 Einfamilienhäusern mit elektrischer Energie ausreichen.

Die Bevölkerungsentwicklung in Rudolfstetten-Friedlisberg und geburtenstarke Jahrgänge führten dazu, dass der Raumbedarf an der Primarschule knapp wurde. Der Souverän bewilligte einen Kredit von 3,25 Millionen Franken für die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage Dorf (Anbau Gruppenräume an die beiden Schulhaustrakte und Renovationsarbeiten) sowie den Umbau des Gebäudes Alte Bremgartenstrasse 2. Dort wurden zwei Wohnungen im Obergeschoss für die Nutzung der Schuladministration eingerichtet.

Ferner wurden nach mehr als einem Anlauf 865 000 Franken bewilligt für die Sanierung der Heizungsanlage in der Schulanlage Dorf mit sämtlichen Turnhallen. Für die Erdwärmesonden wurden 16 Bohrungen bis in eine Tiefe von 300 Metern ausgeführt. Im kommenden Winter soll die neue Heizung betriebsbereit sein.