Wohlen

Glanzresultat für neuen Ammann Arsène Perroud (SP): «Ich bin überwältigt»

Arsène Perroud war Einwohnerrat und Einwohnerratspräsident, seit 2013 ist er Gemeinderat – ab 2018 wird er Ammann.

Arsène Perroud war Einwohnerrat und Einwohnerratspräsident, seit 2013 ist er Gemeinderat – ab 2018 wird er Ammann.

Arsène Perroud hält rund doppelt so viele Stimmen wie Paul Huwiler. Der SP-Politiker ist sich sicher, dass sich sein aufwendiger Wahlkampf ausgezahlt hat.

Der 40-jährige Arsène Perroud (SP) ist als neuer Gemeindeammann von Wohlen gewählt worden. Und das mit einem Glanzresultat: Bei einer Stimmbeteiligung von 46 %, 3404 möglichen Stimmen und einem absoluten Mehr von 1704 erhielt er 1929 Stimmen. Paul Huwiler, der ebenfalls für das Amt kandidierte, kam mit 983 Stimmen nur auf etwa die Hälfte.

Auch der Gemeinderat ist bereits im ersten Wahlgang gewählt worden: Mit 2546 Stimmen hatte Arsène Perroud auch hier die Nase vorn, gefolgt von Roland Vogt mit 2136 Stimmen, der mit 1694 Stimmen auch neuer Vizeammann geworden ist, dem Überraschungsmann Thomas Burkard (Grüne, neu, 1981), Paul Huwiler (CVP, 1871) und Ariane Gregor (CVP, neu, 1852).

Nicht mehr gewählt worden sind die beiden bisherigen Gemeinderäte Ruedi Donat (CVP) und Bruno Breitschmid (FDP) – beide gehören seit 2010 dem Wohler Gemeinderat an. Donat übertraf mit 1702 Stimmen zwar das absolute Mehr, muss aber als Überzähliger ausscheiden, Bruno Breitschmid lag mit 1295 Stimmen deutlich zurück.

FDP nicht mehr im Gemeinderat

Dieter Stäger, der als zweiter Kandidat der FDP neu als Gemeinderatskandidat angetreten war, blieb mit 1514 Stimmen knapp unter dem absoluten Mehr, aber deutlich über der Stimmenzahl von Breitschmid. Bitter für die FDP: Sie ist in der neuen Amtsperiode erneut nicht mehr im Gemeinderat vertreten. Das war schon nach den Wahlen von 2013 so, dann war jedoch der als Parteiloser gewählte Bruno Breitschmid in die Partei eingetreten.

Arsène Perroud schwebte am Wahlabend auf Wolke sieben: «Ich bin überwältigt von diesem guten Resultat. Es hat sich wirklich gelohnt, einen so aufwendigen und intensiven Wahlkampf zu führen.» Das Resultat sei klar und eindeutig, und es sei ein gutes Gefühl, so vom Volk getragen zu werden, erklärte er weiter. Zur bürgerlichen Allianz, die sich zur Unterstützung von Paul Huwiler gebildet hatte, erklärte Perroud: «Es zeigt sich mit meinem Resultat einmal mehr, dass bei solchen Wahlen die Parteipolitik in den Hintergrund rückt, Gemeindeammannwahlen sind Persönlichkeitswahlen.» Was ihn an diesem Wahltag zudem sehr freue, sei die Tatsache, dass die Gemeinderatswahlen im ersten Wahlgang erledigt seien. «Das verschafft uns die nötige Ruhe, die wir im politischen Alltag gut gebrauchen können.»

Wahlkampf fair gelaufen

Paul Huwiler hat nicht nur die Wahl zum Gemeindeammann verpasst, er ist in der nächsten Amtsperiode auch nicht mehr Vizeammann, weil er nicht für beide Ämter gleichzeitig kandidieren konnte: «Die bürgerliche Allianz hat nicht funktioniert», kommentiert er sein Resultat trocken und sagt weiter: «Es hat halt einfach nicht sein sollen, und es gab im Wahlkampf ja auch ein paar Faktoren, die es für mich nicht gerade einfach gemacht haben.» Lob gibt es von Huwiler für den Wahlkampf trotzdem: «Aus meiner Sicht ist der Wahlkampf fair abgelaufen.»

Thomas Burkard zeigte sich überwältigt vom guten Resultat: «Der dritte Platz von allen Gewählten – das bestätigt mich in meiner politischen Arbeit. Meine sachliche und ausgleichende Art wird von einer breiten Bevölkerungsschicht geschätzt. Ich werde auch weiterhin lösungsorientiert politisieren.» Für Burkard überraschend war nicht nur sein sehr gutes Resultat. Er habe auch nicht damit gerechnet, dass der Gemeinderat schon nach dem ersten Wahlgang komplett sei.

Wieder eine Frau im Rat

Freude herrscht auch bei Ariane Gregor, der seit langem ersten Frau im Wohler Gemeinderat: «‹Ich fühle mich gut und bin dankbar für die vielen Stimmen, die mich in meiner bisherigen politischen Arbeit bestätigen. Sie habe in ihrer Zeit als Einwohnerrätin und Einwohnerratspräsidentin offenbar zeigen können, dass sie über die nötigen Fähigkeiten für die Behörde verfüge. Ein Wermutstropfen sei für sie die Abwahl von zwei Bisherigen. Doch das Volk habe immer das letzte Wort.

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