Vor ziemlich genau drei Jahren hat Mila Gonzo ihren Laden «Mila’s Spezial- und Feinkost» an der Alten Bahnhofstrasse eröffnet. Schon damals hat sie versucht, einen Markt zu organisieren. Das Projekt scheiterte leider. Nun möchte sie es erneut versuchen. Das Unternehmen gestaltet sich aber schwierig. Mit verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben hat sie schon Kontakt aufgenommen, bis jetzt ist sie aber auf wenig Interesse gestossen.

«Manche haben zu wenig Zeit, bei anderen liegt es daran, dass der Markt an einem Samstag stattfinden würde», sagt Gonzo. Wieder andere halten Villmergen für zu klein für ein solches Unterfangen. Dem widerspricht die Ladenbesitzerin. «Viele meiner Kunden kaufen ausserorts ein, obwohl sie gerne eine lokale Einkaufsmöglichkeit hätten. Regionale Produkte sind im Trend.»

Ausserdem sei das Einzugsgebiet in Villmergen relativ gross und die Einkaufsmöglichkeiten im Dorf beschränkt. Dafür spricht auch, dass andere, ähnliche Projekte wie zum Beispiel der Wochenmarkt in Bremgarten regen Anklang finden. Der Markt in Villmergen würde vorerst nicht wöchentlich, sondern einmal pro Monat stattfinden. «Die ganze Organisation ist ein rechter Aufwand, ich möchte zuerst schauen, wie die Reaktionen sind.»

Alles an einem Ort

Die Stände dürften auf dem Areal der Meyerhans Mühlen aufgestellt werden. Gonzo möchte den Standbetreibern nur die effektiven Kosten weiterverrechnen – ihre Zeit rechnet sie dabei nicht mit ein. Konkret wäre das etwa die Miete für einen Stand. Für Kurzentschlossene soll es eine Art Tischmesse geben: «Für einen kleinen Betrag können Private zum Beispiel Gemüse aus dem Garten oder selbst gemachte Konfitüre verkaufen.» Etwa ein halbes Dutzend Leute haben bereits Interesse angemeldet, sie möchten beispielsweise Dekorationsgegenstände verkaufen.

Was fehlt, sind also landwirtschaftliche Produkte. Einige Anbieter verkaufen ihre Produkte direkt ab Hof. «Meine Vision ist, dass man alles an einem Ort kaufen kann. Die Angebote sind da, aber sie sind verzettelt – als Kunde kennt man vielleicht einen Drittel von allem, was es in der Region zu kaufen gibt», sagt Gonzo.

Interessierte melden sich bei Mila Gonzo, 056 610 61 61