Popstars
Gianina: «Das ist nicht das Ende, für mich fängt es erst an»

Gianina Fabbricatore (20) hat es knapp nicht in die «Popstars»-Band Melouria geschafft. Sie blickt aber trotzdem zuversichtlich in die Zukunft und weiss nun dank «Popstars», dass sie ganz einfach auf die Bühne gehört.

Lisa Stutz
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Gianina
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Gianina
Gianina hatte da noch lange Haare
Gianina Fabricatore
Gianina
Gianina
Gianina
Gianina Fabricatore, Popstars-Teilnehmerin
Gianina im Finale (links)

Gianina

Zur Verfügung gestellt

Hunderte von Fans im Publikum, 1,54 Millionen Fernsehzuschauer - die Waltenschwilerin Gianina und ihr Mitkandidat Cem stehen alleine vor der Jury. «Von euch beiden weiter ist . . . Cem.», sagt Jury-Mitglied Lucy Diakovska. In diesem Moment bricht für Gianina eine Welt zusammen. Ihr grosser Traum von einer steilen «Popstars»-Karriere ist jäh geplatzt.

Gianina, wie fühlen Sie sich heute, am Tag nach der Entscheidung?

Gianina Fabbricatore: Ich habe das Ganze noch nicht richtig realisiert, doch ich komme bis jetzt gut damit klar. Ich bin ein positiv eingestellter Mensch: Wenn sich eine Tür schliesst, öffnet sich eine andere. Dieser Weg war vielleicht nicht der richtige für mich.

Was ist Ihnen in diesem Moment durch den Kopf gegangen, als Lucy Cems Namen und nicht Ihren Namen gesagt hat?

Ehrlich gesagt war mein Kopf in dem Moment ganz leer, es ging alles sehr schnell. Doch ich wurde sehr schön von der Jury verabschiedet. Sie haben mich ehrenvoll gehen lassen. Ich wusste in dem Moment, dass es ihnen leidtut. Das hat mich aufgebaut und sehr gefreut.

Was haben Sie nach der Show gemacht? Wie waren die Reaktionen ihrer 20 Fans, die Sie nach Berlin begleitet haben?

Wir waren nachher auf der «Popstars»-Afterparty. Dort war es sehr lustig und der ganze Druck der letzten Tage fiel von mir ab. Ich war überhaupt nicht in Trauerstimmung, ich habe die Sieger gefeiert. Meine Familie und Freunde waren natürlich enttäuscht. Sie sind aber trotzdem stolz auf mich, dass ich es überhaupt so weit geschafft habe.

Wie geht es für Sie jetzt weiter?

Das steht noch in den Sternen. Mehrere Künstleragenturen und einige Produzenten sind auf mich aufmerksam geworden und haben mir Angebote gemacht. Ich lasse mir jetzt genügend Zeit, um herauszufinden, was ich wirklich will. Erst dann entscheide ich, wie und mit wem es für mich weitergehen soll. Doch die Leute werden mich ab jetzt öfters sehen, ich gebe weiterhin Vollgas. Meinen Körper zieht es einfach auf die Bühne.

Viele Kommentare auf Ihrer Facebook-Seite besagen, dass Sie sowieso mehr Qualitäten als Solokünstlerin hätten. Was ist Ihre Meinung dazu?

Das habe ich sehr viel zu hören bekommen. Vielleicht ist da etwas dran, und es war richtig, dass ich es nicht in die Band geschafft habe. Ich denke, ich kann beides: Die Bühne alleine rocken und als Teamplayerin auftreten.

Wie blicken Sie auf Ihre Zeit bei «Popstars» zurück?

Die Castingshow war sicher kein Flop für mich, im Gegenteil. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt und eine Menge netter Leute kennen gelernt. Ehrlich gesagt: Es war die geilste Zeit in meinem Leben. Ausserdem weiss ich nun, was ich für die Zukunft wirklich will: Auf der Bühne stehen. Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass jetzt etwas zu Ende ist - es fängt für mich gerade erst an.