Wohlen
Gfeller und Gsell kandidieren für den Gemeinderat

Die ersten Kandidaten für den Sitz des verstorbenen Toni Schürmann im Gemeinderat sind bekannt. Am Mittwochabend nominierte die FDP Wohlen an einer ausserordentlichen Parteiversammlung ihren Ortspräsidenten Koni Gfeller (63).

Fabian Hägler
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Koni Gfeller (FDP)

Koni Gfeller (FDP)

Zur Verfügung gestellt

Zuvor hatte sich der parteilose Markus Gsell (51) aus Anglikon bei der Gemeindekanzlei als Kandidat angemeldet. Somit kommt es am 25. November zu einer Kampfwahl, die Anmeldefrist für weitere Kandidaturen läuft noch bis am 12. Oktober.

Koni Gfeller (62), ehemaliger Einwohnerratspräsident und Bereichsleiter Energievertrieb bei der IBW Energie AG, gab seine Kandidatur schon am «FDP-Güggelischmaus» am 21. September intern bekannt. Trotzdem musste die Parteiversammlung gestern eine Auswahl treffen. Auch Einwohnerrat und Unternehmer Armin Geissmann stellte sich als Kandidat zur Verfügung. Nach längeren Diskussionen entschieden sich die Parteimitglieder für eine Einerkandidatur und nominierten Koni Gfeller mit 6 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen.

Gfeller freute sich über die Nomination und versprach, alles zu tun, um die Wahl zu schaffen. «Wohlen darf nicht stehenbleiben», erklärte Gfeller danach. Und er ergänzte, die Gemeinde müsse «mit den gegebenen Finanzen alles unternehmen, um sich positiv weiterzuentwickeln.»

Gfeller kann sich im Wahlkampf auf seine politische Erfahrung stützen. Er wurde 2001 als Quereinsteiger in den Einwohnerrat gewählt und präsidierte das Gemeindeparlament zwei Jahre lang. Zudem sass Koni Gfeller auch sechs Jahre lang in der Wohler Geschäftsprüfungskommission.

Gsell kandidiert als Parteiloser

Der zweite Gemeinderatskandidat musste sich keiner Nominationsversammlung stellen. «Ich habe beruflich viel mit Gemeinderäten zu tun, und finde ihre Tätigkeit sehr spannend», erklärt der parteilose Angliker. Gsell ist Bereichsleiter Erdgas-, Fernwärme- und Wasserversorgung bei den Regionalwerken Baden, weist also einen sehr ähnlichen beruflichen Hintergrund auf wie Gfeller. Der 51-jährige war bisher nicht politisch tätig, kann sich aber eine Mitarbeit im Wohler Gemeinderat sehr gut vorstellen. «Ich habe meine Linie, bin unabhängig und teamfähig.» Politisch kann sich Gsell am ehesten mit Positionen der Grünliberalen identifizieren, beitreten will er der GLP aber nicht.

Markus Gsell betont, er habe die Unterstützung seines Arbeitgebers. «Ich kann die nötige Zeit für ein 30-Prozent-Pensum im Gemeinderat aufbringen», sagt er. Bei einer allfälligen Wahl erwartet Gsell harte Arbeit, wie er sagt. «Ich will keine politischen Kämpfe ausfechten, sondern mithelfen, gute Lösungen zu finden», hält er fest. Markus Gsell, der von sich selber sagt, «mit mir kann man auskommen», wünscht sich eine faire Politik ohne persönliche Angriffe. (fh)