Sarmenstorf
Geständnis: Sohn hat seine Eltern mit einem Klappmesser erstochen

In Sarmenstorf wurden vor etwas mehr als zwei Wochen ein 64-jähriger Mann und seine 60-jährige Frau erstochen in ihrem Haus aufgefunden. Nun hat der Sohn ein Geständnis abgelegt, wegen eines Familienstreits hat er seine Eltern umgebracht.

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In seinem Elternhaus kam es zur Bluttat: Gegen Sohn A.S. und seine Frau hat die Staatsanwaltschaft nun eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.
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Das Einfamilienhaus am Schulweg in Sarmenstorf aus anderer Perspektive - es befindet sich nahe der Schule.
Die beiden Toten wurden am Mittwochabend in ihrem Haus gefunden - die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort.
Die Polizei sperrte das Gebiet rund um das Haus am Mittwochabend grossräumig ab.
Der Bruder des mutmasslichen Täters (32) fand seinen 64-jährigen Vater und seine 60-jährige Mutter gegen 20 Uhr in ihrem Haus – erstochen.
Die Eltern zogen fünf Kinder auf, drei Söhne und zwei Töchter.
Einer der Söhne starb vor einigen Jahren bei einem Autounfall.
Der mutmassliche Täter A.S. war vor einiger Zeit vorübergehend wieder für ein paar Wochen bei seinen Eltern eingezogen. Er lebte aber zum Zeitpunkt der Tat offenbar wieder in einer eigenen Wohnung in der Region.
Die versiegelte Wohnung von A. in Dottikon am Tag nach der Tat.
Doppelmord Sarmenstorf - Strafuntersuchung eröffnet

In seinem Elternhaus kam es zur Bluttat: Gegen Sohn A.S. und seine Frau hat die Staatsanwaltschaft nun eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.

Keystone/ZVG

Am 8. Juli hat der 29-jährige S. S. seine Eltern tot in ihrem Haus in Sarmenstorf aufgefunden. Wenig später wurde sein 32-jähriger Bruder A.S. als Tatverdächtiger festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat A.S. bei der ersten Einvernahme ein Geständnis abgelegt und zugegeben, seine Eltern erstochen zu haben. Als Grund für die Tat gab er einen vorausgehenden familiären Streit an.

Auch gegen seine 29-jährige Ehefrau wurde eine Strafuntersuchung eröffnet. Gemäss den Aussagen des Täters und der Ehefrau soll die Frau in keiner Weise an der Tötung des 64-jährigen Mannes und seiner 60-jährigen Frau beteiligt gewesen sein. Die Auswertung der Tatortspuren stimmen bis jetzt mit diesen Aussagen überein. Somit hat sich der dringende Tatverdacht gegen die 29-Jährige nicht erhärtet, sie wurde aus der Untersuchungshaft entlassen.

Tatwaffe sichergestellt

A. S. hat seine Eltern mit einem Klappmesser erstochen, dieses konnte sichergestellt werden. Der Kriminaltechnische Dienst wertet sämtliche sichergestellten Spuren des Tatorts aus. Die Strafverfolgungsbehörden sind nun dabei anhand der erhobenen Beweise den Tathergang zu rekonstruieren und zu überprüfen, ob sich das Spurenbild mit den gemachten Aussagen deckt.

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