Das Restaurant zum Sternen in Eggenwil habe seine Bilanz deponiert, heisst es, der Konkurs sei angemeldet. Gerüchte wie diese machen derzeit zwar die Runde, aber im Amtsblatt publiziert wurde bisher nichts. Auf Anfrage bestätigt Sternen-Gastgeber Michael Kunz, Ehemann von Sternen-Koch und -Geschäftsleiter Mathias Kunz, dass es tatsächlich nicht rosig aussieht: «Es geht uns nicht gut, das will ich nicht abstreiten. Wir waren voller Euphorie, als wir vor bald einem Jahr hier anfingen. Aber wir mussten erkennen, dass Eggenwil halt nicht Baden, Zürich oder Aarau ist. Wir sind aber auch nicht die Einzigen, die zu kämpfen haben. Viele Restaurants haben in diesem Sommer gelitten.»

Ans Aufgeben denken die passionierten Gastronomen aber nicht. Zur Rettung ihres Gourmettempels fahren sie zweigleisig: «Zuerst einmal werden wir unser Konzept anpassen. Dazu gehört eine neue Karte, die auf gut bürgerliche Küche setzt. Da werden dann solche Klassiker wie Züri-Gschnätzlets, Paniertes oder Rahmschnitzel, Läberli mit Rösti und so weiter zu finden sein.» Ausserdem sind Kunz’ auf der suche nach finanzkräftigen Partnern, die sie bei der Neuausrichtung unterstützen. «Idealerweise kommen unsere Partner selber aus der Gastronomie, damit sie Mathias auch in praktischer Hinsicht unterstützen können», erklärt Michael Kunz.

«Mini Beiz, dini Beiz»

Noch in dieser Woche finden die ersten Gespräche mit möglichen Geschäftspartnern statt. Derweil die Arbeiten am neuen Konzept auf Hochtouren laufen. Die nächsten Veranstaltungen im «Sternen» sind auch schon geplant. Am 22. September stossen Kunz’ mit ihren Gästen auf das erste Jahr im «Sternen» an. Der Jubiläumsapéro wird von 15 bis 18.30 Uhr ausgeschenkt. In der Woche vom 15. bis 19. Oktober dreht das Schweizer Fernsehen im «Sternen» eine Episode der Serie «Mini Beiz, dini Beiz», da wird das Sternenteam schweizweit zeigen können, was «mit allen Sinnen geniessen» in Eggenwil bedeutet.

Vom Werbeeffekt dieses Fernsehauftritts erhofft sich Michael Kunz viel: «Jetzt müssen wir es einfach unbedingt bis dahin schaffen», seufzt er. Und er bringt die Voraussetzung für das Überleben des «Sternen» auf den Punkt: «Wir brauchen Gäste.»

Die Aargauer Gastro-Szene im Wandel: