Seit dem Januar ist der «Frische Mahlzeitendienst Mutschellen» unterwegs. Sieben Fahrer, einer für jeden Wochentag, bringen in Berikon, Oberwil-Lieli, Rudolfstetten und Widen die vorbestellten Essen zu den Senioren. Jrene Häuselmann, Leiterin Hotellerie und Hauswirtschaft im Alterszentrum Widen, erläutert: «Momentan haben wir zwischen acht und zehn Bestellungen pro Tag.»

«In der vergangenen Woche konnten wir das tausendste Menü ausliefern» freut sich Christoph Steinemann, Projektleiter und Vorsitzender der Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren, Regionalgruppe Mutschellen (VAAS). Und es gebe noch eine gute Nachricht zu vermelden, fügt Steinemann hinzu. Ab Oktober falle die bisherige Kaution weg. Bis jetzt mussten regelmässige Kunden 600 Franken Kaution für die teuren Boxen bezahlen. Nun haben sich die vier beteiligten Gemeinden bereit erklärt, die Kosten von 7300 Franken für die 40 vorhandenen Boxen zu übernehmen, anteilsmässig aufgesplittet nach Einwohnerzahl. «Wir hoffen, dass nun noch mehr Senioren das Angebot in Anspruch nehmen», teilt Häuselmann mit, «20 Bestellungen pro Tag wären super.» Küchenchef Jürgen Hempf berichtet von den Erfahrungen in den letzten Monaten: «Der Mahlzeitendienst wird sehr gut angenommen und die Rückmeldungen sind positiv.» Eine Mahlzeit enthalte ein vollständiges Mittagsmenü, das täglich im Alterszentrum Burkertsmatt in Widen frisch zubereitet wird. Die Produkte kommen aus der Region. Ein Menü kostet 20 Franken, der Transportpreis von 5 Franken ist inbegriffen. Wer mag, kann sich täglich beliefern lassen, es ist aber auch möglich, nur für einzelne Wochentage zu bestellen. Auf Allergien und Unverträglichkeiten werde natürlich geachtet. Die Zubereitung der Frischedienst Mahlzeiten im täglichen Küchenbetrieb einzubinden sei kein Problem, sagt Hempf.

Nicht nur Senioren, auch Kranke und Wöchnerinnen können Dienst in Anspruch nehmen. Alle am Projekt beteiligten betonen, wie wichtig gutes Essen besonders für Ältere und Kranke ist. Ausserdem, so Häuselmann, freuen sich viele über den netten Kontakt zu den Fahrern, welche die Mahlzeiten ausliefern. Spenden für dieses Projekt sind sehr willkommen, erklärt Christoph Steinemann.