Kallern
Gemeinde will selber Solarstrom produzieren

Eine ausserordentliche Gemeindeversammlung befindet am 21. August über den Kredit von 120 000 Franken für eine neue Solaranlage. Das Projekt ist schon lange aufgegleist.

Eddy Schambron
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¨Auf dem Schulhaus Kallern sollen Solarpanels montiert werden

¨Auf dem Schulhaus Kallern sollen Solarpanels montiert werden

AZ

Der Gemeinderat Kallern will auf dem Schulhausdach eine Solaranlage realisieren. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 21. August wird den Stimmberechtigten ein Verpflichtungskredit von 120 000 Franken zur Genehmigung vorgelegt.

Kallern hat eine Zusage für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), ein Instrument des Bundes, das zur Förderung erneuerbarer Energien eingesetzt wird.

Projekt schon lange aufgegleist

Der Bau einer Solaranlage auf dem Dach des Schul- und Gemeindehauses geht auf Gemeinderat Walter Haus zurück, wie Frau Gemeindeammann Claudia Hoffmann erklärt.

Haus engagiert sich seit längeren für erneuerbare Energie und stiess auch im Gemeinderat auf offene Ohren. Jetzt, wo die Zusage der KEV vorliegt, kann das Projekt konkret angegangen werden. Aber auch sonst wäre die Realisierung der Anlage finanziell möglich.

Schliesslich unterstreicht Hoffmann, dass für die Gemeinde die Förderung und Unterstützung erneuerbarer Energie ein wichtiges Anliegen ist, das auch im Leitbild festgehalten wird. «Die Investition in die Solarstromproduktion ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Hoffmann. Die Anlage der Gemeinde würde Strom für die Versorgung von 8 bis 10 Haushalten produzieren.

Kallern hat schon vier Solaranlagen

In Kallern sind derzeit bereits vier Photovoltaikanlagen in Betrieb. Jetzt kommt mit grosser Wahrscheinlichkeit die gemeindeeigene Anlage dazu. Zudem sind zwei weitere Anlagen von privater Seite in Planung. «Wir erreichen also eine relativ hohe Dichte an Solarstrom pro Einwohner», freut sich Hoffmann.