Niederwil

Gemeinde will 9 Millionen in Schulanlagen investieren

Hoher Erneuerungsbedarf: Niederwil braucht ein drittes Schulgebäude, zudem müssen die zwei bestehenden Schulhäuser Riedmatt 1 (rechts) und Riedmatt2 (links) umgebaut und teilweise saniert werden.

Hoher Erneuerungsbedarf: Niederwil braucht ein drittes Schulgebäude, zudem müssen die zwei bestehenden Schulhäuser Riedmatt 1 (rechts) und Riedmatt2 (links) umgebaut und teilweise saniert werden.

Ende 2018 soll die Niederwiler Schulanlage Riedmatt (Primarschule/Oberstufe) vergrössert und modernisiert sein - auch wegen des Bevölkerungswachstums. Nötig dafür ist die Zustimmung der nächsten Gemeindeversammlung.

Niederwil wächst zügig. Heute wohnen 2661 Leute in der Reusstalgemeinde, im Jahr 2020 dürfte die Einwohnerzahl 3000 betragen. Auch die Zahl der Schüler wird steigen. Zurzeit besuchen 174 Kinder die Primarschule und 93 Jugendliche die Oberstufe (Sek/Real) in der Schulanlage «Riedmatt».

In den nächsten Jahren legt die Zahl der Schüler um voraussichtlich 10 Prozent zu. Auf einer Wachstumsrate von 10 Prozent Schülern fusst denn auch das Niederwiler Schulraumkonzept. Die Umsetzung des Konzepts soll an der Gemeindeversammlung vom Montag, 24. November, in der Mehrzweckhalle Niederwil angeschoben werden. Dies in Form eines Projektierungskredits im Betrag von 500 000 Franken, der zur Abstimmung kommt.

Ein Neubau und Umbauten

Das Konzept sieht ein zwei- oder dreistöckiges neues Schulhaus (Riedmatt 3) in der Nähe des ehemaligen Pumpenhäuschens vor. Ob der geplante Neubau bei einer beachtlichen Kubatur von 8000 Kubikmetern nicht auch als Anbau oder Erweiterungsbau direkt beim Schulhaus Riedmatt 2 verwirklicht werden kann, sollen Abklärungen später zeigen. Teil des Konzepts sind auch Umbauten in den bestehenden Schulgebäuden Riedmatt 2 und Riedmatt 1, um den ausgewiesenen Bedarf an Schulräumen, an Zusatz- und Reserveräumen zu decken.

Nebst fünf neuen Klassenzimmern und neun Gruppenräumen soll auch ein vielfältig nutzbarer Raum mit einer Grösse von rund 150 m2 geschaffen werden. Diesen multifunktionalen Raum, ergänzt durch ein Office, will man für die Tagesstruktur, als Aufenthaltsraum der Schüler, als Seniorenraum und für Vereinsnutzungen aller Art verwenden. Zudem soll die Realisierung des Konzepts weitere teils akute Raumprobleme des Schulbetriebs und der Schulverwaltung lösen. So fehlen Zimmer und Räume für den Instrumentalunterricht, für Sprachunterricht und Religion, für die Schulsozialarbeit, die schulische Heilpädagogik, fürs Schulsekretariat und die Schulleitung. Ebenfalls nicht vorhanden sind Besprechungszimmer und Arbeitsräume für Lehrpersonen.

Beträchtliche Kosten

Gemäss Kostenschätzung beläuft sich die Schulinvestition auf rund 9 Millionen Franken. Mit 1,3 Mio. Franken schlagen Umbau und Teilsanierung des Schulhauses Riedmatt 1 zu Buche. Voraussichtlich 600 000 Franken werden für den Umbau und die Teilsanierung des Gebäudes Riedmatt 2 benötigt. Klar grösster Ausgabeposten ist das geplante neue Schulhaus mit 7,1 Millionen Franken. Heute in vier Jahren, Ende 2018, soll die Vergrösserung und Erneuerung der Schulanlage unter Dach und Fach sein.

Ein ehrgeiziger Zeit- und Fahrplan ist fixiert. Unter der Voraussetzung, dass die «Gmeind» am 24. November Ja zur Projektierung sagt, wird eine Baukommission gebildet. Sie stellt die Zielvorgaben des Schulprojekts zusammen und führt bis Mitte 2015 eine Planersubmission durch. Im Juni 2016 soll das Bauprojekt samt Kostenvoranschlag vorliegen, sodass die «Gmeind» darüber befinden kann. Bis im März 2017 will man dann Ausführungsplanung und Baugesuchsverfahren abhaken. Im Frühling 2017 soll die Realisierung des grossen Bauvorhabens angepackt werden.

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