Erfreulicherweise hat die Marktwertanpassung der Liegenschaften 632'511 Franken in die Gemeindekasse von Waltenschwil gespült. Diese buchhalterische Einnahme ermöglichte es, eine Einlage in die Vorfinanzierung von 956'595 Franken zu tätigen. Geld, das nun für die 2. Etappe der Schulhaussanierung zur Verfügung steht.

Auch sonst geht es Waltenschwil gut. Die Steuererträge fielen 2018 mit 6,5 Mio. Franken um 250 000 Franken höher aus als budgetiert. Das Eigenkapital ist auf 31,6 Mio. Franken gestiegen. Vor diesem Hintergrund dürften die drei Kredite, über die die Einwohner an der Gemeindeversammlung vom 5. Juni abstimmen dürfen, auf keinen grossen Widerstand stossen.

Der grösste Brocken ist dabei der Bau einer Abwasser-Entlastungsleitung und die Instandstellung der verbleibenden Strassenfläche im Knotenbereich Büelisackerstrasse/Titlisstrasse. Die überlastete Abwasserleitung in der Büelisackerstrasse soll durch eine neue Leitung via Chreesstrasse entlastet werden. Der vom Werkverkehr stark malträtierte Knotenbereich erhält einen neuen Belag und die Beleuchtung wird den gesetzlichen Vorgaben entsprechend erweitert und angepasst. Der Verpflichtungskredit zur Ausführung aller Arbeiten beläuft sich auf 375'000 Franken.

Investitionen für die Schule

Zugunsten der Schulkinder von Waltenschwil wird der Gemeinderat noch zwei Anträge für Nachtragskredite über je 30 000 Franken stellen. Der eine dient zum Ersatz der Schulinformatik, der andere zum Ersatz der Spielgeräte auf dem Spielplatz des Schulhauses Bannegg. Die Schulinformatik ist veraltet und hält den Anforderungen des Lehrplans 21 nicht stand. Darum sollen 65 neue Laptops und für alle das Betriebsprogramm Windows 10 bereitgestellt werden. Die im Budget 2019 schon veranschlagten 40'000 Franken reichen dafür nicht aus. Aus Sicherheitsgründen müssen auf dem Spielplatz der Spielturm und die Vogelnestschaukel ersetzt und weitere Reparaturarbeiten ausgeführt werden.

Gemeindeammann Michel Christen geht nicht davon aus, dass sich jemand gegen die Satzungen des Gemeindeverbands Bevölkerungsschutz und Zivilschutz Aargau Ost aussprechen wird. Ebenso wenig befürchtet er die Ablehnung der vier vorliegenden Kreditabrechnungen, denn: «Alle Beteiligten haben sehr pflicht- und kostenbewusst gearbeitet. Sämtliche Budgets wurden unterschritten.»