Rudolfstetten
Gemeinde Rudolfstetten will Schulraum mit Kauf statt Neubau vergrössern

Per Kauf und anschliessendem Umbau einer Liegenschaft will der Gemeinderat mehr Platz für den Kindergarten schaffen. Über das Vorhaben wird am 13. Juni abgestimmt.

Lukas Scherrer
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Die Liegenschaft rechts neben der bestehenden Schulanlage im Dorfzentrum soll in den Besitz der Gemeinde gelangen.Lukas Scherrer

Die Liegenschaft rechts neben der bestehenden Schulanlage im Dorfzentrum soll in den Besitz der Gemeinde gelangen.Lukas Scherrer

Lukas Scherrer

Am 13. Juni führt der Gemeinderat Rudolfstetten die nächste Einwohnerversammlung in der Mehrzweckhalle durch. Neben anderen Traktanden befinden die Rudolfstetter dann über den Erwerb der Liegenschaft an der alten Bremgarterstrasse 2 ab.

Für rund 1,45 Millionen Franken will die Gemeinde das ehemalige Postgebäude beim Dorfzentrum kaufen und die Räumlichkeiten für die Nutzung als Kindergarten umbauen. Dafür beantragt sie einen Projektierungskredit von 356 000 Franken.

Kauf mit Option auf mehr Räume

«Im kommenden Schuljahr werden wir in der Gemeinde eine zusätzliche Kindergartenklasse unterrichten», erklärt Josef Brem, Gemeindeammann von Rudolfstetten. «Im Erdgeschoss der Liegenschaft an der alten Bremgarterstrasse haben wir einen grossen Raum gefunden, der für die Kinder ideal ist.»

Darüber hinaus will man in diesem Gebäude weitere Räume für Logopädie und Legasthenie einrichten. «Damit der reguläre Schulbetrieb diese Einheiten nicht stört, müssen einige Wände eingebaut werden», so Brem. Für den Kindergartenbetrieb soll ausserdem eine kleine Kochnische entstehen.

Die Erweiterung des bestehenden Schulraums wird für das kommende Schuljahr dringend nötig, wie Gemeindeammann Brem weiss: «Die neue Schulplanung sieht vor, dass die 6. Klasse, die bisher an der Kreisschule Mutschellen unterrichtet wurde, ab kommendem Schuljahr in Rudolfstetten untergebracht wird.»

Derzeit befinden sich in den oberen Etagen des künftigen neuen Schulhauses noch Mietwohnungen.

Laut Brem hält sich die Gemeinde die Möglichkeit vor, diese zusätzlichen Räumlichkeiten ebenfalls in die Schulplanung einzubeziehen. «Wir könnten uns gut vorstellen, in den oberen Etagen des Gebäudes Büros für die Schulleitung oder ein Sekretariats-büro einzurichten.»

Weitere Themen zur Abstimmung

Ein weiteres Traktandum der Juni-Gemeindeversammlung ist ein Antrag auf Erhöhung des Stellenpensums für die Jugendarbeit. Dieses soll von derzeit 240 Stellenprozent auf 260 erweitert werden.

Die Jugendarbeit ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinden Berikon, Widen, Oberwil-Lieli und Rudolfstetten-Friedlisberg, die zusammen einen Jugendtreff beim Sportzentrum Burkertsmatt betreiben. Weil sich ihr Angebot bei Jugendlichen zunehmender Beliebtheit erfreut, erhöhen die Gemeinden ihre Pensen.

Während der letzten vier Jahre liess die Gemeinde im Rahmen der Abwasservorschriften in mehreren Etappen die Abwasserleitungen und Hausanschlüsse in Rudolfstetten untersuchen.

Für die fünfte Etappe im Gemeindegebiet östlich des Rummelbachs und im Ortsteil Friedlisberg stimmen die Einwohner an der Versammlung im Juni nun auch über den für die Untersuchung nötigen Verpflichtungskredit von 150 000 Franken ab.

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