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Gemeinde rechnet mit Defizit von einer Million

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In Widen soll der atraktiive Steuerfuss von 83 Prozent beibehalten werden, obwohl sich ein Defizit von mehr als einer Million Franken anbahnt. Die Gemeinde kann es sich mit einem Polster von 8 MIllionen leisten.

Im Wider Gemeindebudget 2011 klafft ein Loch von 1,03 Millionen Franken. Einen Teil dieses Defizits könnte durch eine kleine Erhöhung des Steuersatzes, etwa um 5 Prozentpunkte, aufgefangen werden.

«Kaufkraft nicht schwächen»

Der Gemeinderat Widen will aber nichts von einer Erhöhung des Steuerfusses wissen. «In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage soll die Kaufkraft der Einwohner nicht zusätzlich durch eine Steuererhöhung geschwächt werden», hält die Gemeindebehörde Widen fest. Daher wird der am 25. November tagenden Gemeindeversammlung vorgeschlagen, das Budget 2011 mit
dem unveränderten Steuerfuss von 83 Prozent zu genehmigen.

Aufgeschoben ist freilich nicht aufgehoben. «Ab dem Jahr 2012 könnte eine Steuererhöhung unumgänglich werden», lässt der Gemeinderat Widen verlauten. Dies, falls die wirtschaftliche Erholung sich nicht nachhaltig auf den Steuerertrag auswirke und falls die Mehrbelastungen für die Gemeinde wegen der Kostenabwälzungen von Bund/Kanton nicht verringert würden.

Eigenkapital von 8 Millionen

Dank einem Eigenkapital von aktuell 8 Millionen Franken kann Widen das nächstjährige Defizit (Aufwandüberschuss) von voraussichtlich 1 Million verkraften. Der Gemeinderat geht davon aus, dass das Eigenkapital 2014 aufgebraucht sein wird. Zu Buche schlagen auch die Investitionen der Gemeinde. Die Investitionssumme in den nächsten fünf Jahren beläuft sich auf 9,5 Millionen Franken, wobei eine Reserve von 1,6 Millionen Franken eingeplant ist. Falls sämtliche Investitionen bis 2016 getätigt werden, weist Widen dann eine happige Nettoverschuldung von 17 Millionen Franken auf.

Das kürzlich noch vorhandene Nettovermögen der Gemeinde existiert wegen Investitionsausgaben nicht mehr. Der aktuelle Stand der Nettoverschuldung beträgt rund 800000 Franken.

Drei Kreditvorlagen

Die Gemeindeversammlung befindet am 25.November über drei Kreditvorlagen. Beim ersten Kredit im Betrag von 150000 Franken handelt es sich um einen Zusatzkredit für die Revision der Bau- und Nutzungsordnung. Offenbar wurden die Kosten zur Erneuerung der Planungsinstrumente unterschätzt; 2008 war ein Gesamtkredit von 250000 Franken für die Revision bewilligt worden.

Ein zweiter Kredit mit Gesamtkosten von 401000 betrifft die Erneuerung von Wasserleitungen, genauer die achte Sanierungsetappe. Kreditantrag Nummer 3 gilt Unterhaltsarbeiten im Gemeindehaus. Sowohl die Wärmepumpanlage als auch Beleuchtungen sind erneuerungsbedürftig. Ausserdem wird abgestimmt über den Beitritt von Eggenwil zum regionalen Abwasserverband.

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