Villmergen

Gemeinde muss Strassen hinter Circus Royal putzen

Am Montagabend war der Dreck am Bulenberg beseitigt. aw

Am Montagabend war der Dreck am Bulenberg beseitigt. aw

Kurzfristig durfte der Circus Royal im Gebiet Bodenacker gastieren. Er hinterliess schmutzige Strassen. Die Gemeinde sieht das aber gelassen und schickt eine Rechnung.

«Die Strassen beim Bullenberg waren völlig verdreckt, man musste beinahe aufs Trottoir ausweichen, nachdem der Zirkus da war», meldete sich am Montag ein erboster Leser bei der Aargauer Zeitung. Tatsächlich lag auch am Mittag noch Dreck, nachdem der Haupttross des Zirkus längst verschwunden war. Die Dreckklumpen waren allerdings vom vielen Verkehr bereits plattgewalzt. Im Gemeindehaus war die Stimmung diesbezüglich aber ruhig.

«Auch wir haben einen Anruf bekommen und den Werkführer benachrichtigt, sich die Sache anzusehen», erklärte Reto Studer, Abteilungsleiter Bau, Planung und Umwelt, auf Anfrage. Er sieht die Sache gelassen: «In der Bewilligung steht, dass der Zirkus für das Säubern der Strasse aufkommen muss. Und wenn er es nicht selber übernimmt, schicken wir die Putzmaschine und stellen eine Rechnung.»

Am Abend war alles sauber

Und genau das wurde gestern auch gemacht: «Am Morgen war ein Zirkusmitarbeiter mit dem Putzen der Strasse beschäftigt», so Studer. «Gegen 15 Uhr haben wir aber niemanden mehr vor Ort gesehen und den Werkführer beauftragt, mit der Putzmaschine den restlichen Dreck zu beseitigen – wie gesagt zulasten des Zirkus.» Am Abend waren die Strassen wieder sauber.

«Das ist ganz normal»

Auch Zirkusdirektor Oliver Skreining sieht die Sache gelassen: «Bei solchem Wetter ist es klar, dass Gras mit auf die Strasse gekarrt wird. Was wir nicht selber putzen können, wird von einer externen Firma oder eben der Gemeinde auf Rechnung geputzt.» Aber sauber gemacht werde auf jeden Fall. Ausserdem sähen die Strassen derzeit aufgrund der Erntearbeiten überall im Aargau ähnlich schmutzig aus, sagt er.

Den Villmerger Platz konnte der Zirkus kurzfristig beziehen. «Wir waren froh, dass die Gemeinde uns so unbürokratisch geholfen hat. Da wir zugaben, dass der Fehler bei uns lag, waren uns die Leute positiv gesinnt.» Mit einer Auslastung von 92 Prozent des 1100 Zuschauer fassenden Zeltes sei der «Royal» mehr als zufrieden mit seinem Gastspiel. (aw)

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