Dottikon
Gemeinde drückt Frust über Vandalen mit Humor aus

Drei junge Bäumchen wurden mutwillig zerstört. Die Gemeinde ist traurig und hofft auf Zeugen. Den Humor lässt sie sich aber nicht nehmen.

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Vandalen zerstörten drei junge Bäume in Dottikon.

Vandalen zerstörten drei junge Bäume in Dottikon.

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«Die Vandalen waren ein germanisches Volk, das zur Zeit des Tacitus im damaligen Germania siedelte», heisst es in den Dottiker Gemeindenews vom Dienstag. «Im Jahr 455 plünderten und zerstörten Vandalen Rom. Im Jahr 534 endete die Herrschaft der Vandalen gemäss Geschichtsschreibung.» Mit bitterem Humor schreibt der Gemeinderat weiter: «Offensichtlich tauchte nun wieder eine Gruppe von Vandalen in Dottikon auf. Unbekannte treiben seit einiger Zeit ihr Unwesen in der Gemeinde.»

Der bittere Humor ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass diese modernen Vandalen im Dorf «durch eingeschlagene Scheiben beim Schulhaus, mehrfach aus dem Betonsockel gerissene und in den Weiher geworfene Abfallkübel oder wie jüngst, durch eine Reihe abgeknickter junger Bäume» auffallen. Vor kurzem seien ein Quitten-, ein Zwetschgen- und ein Pflaumenbaum zerstört worden.

Vandalen zerstörten drei junge Bäume in Dottikon.

Vandalen zerstörten drei junge Bäume in Dottikon.

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Gemeinderat fühlt sich ohnmächtig und frustriert

Das Schlimmste sei, dass die Verantwortlichen kaum je zur Rechenschaft gezogen werden können. Daher «möchte der Gemeinderat mit dieser Mitteilung seinen Frust über die Ohnmacht in dieser Situation kundtun». Er sucht Zeugen, die zur Ergreifung der Täterschaft beitragen können. Sie können sich bei der Kanzlei (0566166100 oder auf gemeindekanzlei@dottikon.ch) melden. «Es bleibt die leise Hoffnung, dass man durch aufmerksame Bürger vielleicht doch einmal jemanden zur Rechenschaft ziehen kann.» (aw)