Handball
Gelingt dem TV Muri die Revanche im Derby-Rückspiel gegen den TV Wohlen?

Am Donnerstag kommt es im Freiamt zum Derbyknüller zwischen Wohlen und Muri in der Rückrunde. Das erste Derby konnte Muri für sich entscheiden.

Willi Steffen
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Torhüter Tobias Wipf gibt dem TV Muri Hoffnung. Willi Steffen

Torhüter Tobias Wipf gibt dem TV Muri Hoffnung. Willi Steffen

Wenn der TV Wohlen und der TV Muri einander gegenüber stehen, ist Derbyspektakel garantiert. So geschehen vor wenigen Wochen beim Hinspiel in Muri. Vor einer vollen Hütte lieferten sich die beiden Kontrahenten einen packenden Kampf. Dass Wohlen damals mit fünf Toren Unterschied gewann, täuschte über den engen Spielverlauf hinweg. In der Zwischenzeit hat Muri aber aufgedreht.

Seit fünf Spielen sind die Klosterdörfler ungeschlagen. Zu spüren bekam dies der HC Einsiedeln vor fünf Tagen. Beim äusserst wichtigen Strichkampf dominierten die Freiämter die Schwyzer über 60 Minuten. Der Sieg mit vier Toren Unterschied hätte auch deutlicher ausfallen können. Genau dieser HC Einsiedeln war es, der dem TV Wohlen vor zwei Wochen eine empfindliche Niederlage beifügte.

Brisante Ausgangslage

Für Spannung sorgt die Ausgangslage beim Rückspiel in einer wohl prall gefüllten Hofmattenhalle. Dass die Begegnung ein echter Spitzenkampf ist, ist das Eine. Dass aber Muri im Kampf um die Finalrunde auf Punkte angewiesen ist, erhöht die Brisanz. Beim Gastgeber hingegen, der sich rechnerisch schon für die Aufstiegsrunde qualifiziert hat, geht es nur noch um Prestige.

Der TV Muri lässt sich von dieser Ausgangslage aber kaum beirren. Denn die Jungs von Trainer Claude Bruggmann zeigten in dieser Saison mehrmals, dass sie mit Druck umgehen können. Nicht von ungefähr lieferten sie bei Direktduellen im Strichkampf ihre besten Leistungen ab. Namentlich bei den beiden Auswärtspartien in Uster und Einsiedeln. Die jugendliche Unbekümmertheit scheint den Freiämtern dabei zu Gute zu kommen. Weder die Abwesenheit von Teamleader Tobias Kaufmann noch das tiefe Durchschnittsalter bringt die Mannschaft von ihrem Weg ab.

Ansteigende Formkurve

Obwohl Wohlen aufgrund seiner Routine und Qualität immer noch zu favorisieren ist, rechnet sich Muri einiges aus. Grund dazu neben der ansteigenden Formkurve ist die Verpflichtung von Torhüter Tobias Wipf. Nachdem sich beide Torhüter verletzt hatten, konnte man sich vor drei Wochen mit dem NLA-erprobten Schlussmann auf ein Engagement einigen.

Dass Wipf bei Muri im Tor steht, ist aber kein Zufall. Stand doch sein Vater, ein waschechter Murianer, früher ebenfalls bei den Freiämtern zwischen den Pfosten. Auch Tobias selber hütete vor einigen Jahren schon einmal für eine Saison das Murianer Tor.

Ausschlaggebend über den Ausgang der Partie wird aller Voraussicht nach aber die Tagesform sein. Beide Mannschaften haben in dieser Saison schon bewiesen, dass sie an einem guten Tag fähig sind, herausragende Leistungen abzurufen.

Muri-Trainer Claude Bruggmann gibt sich im Vorfeld kämpferisch: «Wir versuchen alles und werden angreifen. Dass wir seit dem Hinspiel stärker geworden sind, stimmt mich optimistisch.»

Handball 1. Liga: Heute, 19.30 Uhr, Bachmatten, Muri; TV Wohlen - TV Muri