Muri

Geldsegen für Kloster Muri: 6,5 Millionen Franken für neues Museum

Das Kloster Muri.

Das Kloster Muri.

Grosszügiges Geschenk: Millionär Franz Käppeli spendet dem Klosterdorf über sechs Millionen Franken. Damit kommt das neue Klostermuseum mit der Realisierung einen Riesenschritt voran.

Was für ein grossartiger Geldregen! Das neue Klostermuseum in Muri kommt einen Riesenschritt voran: Die Dr.-Franz-Käppeli-Stiftung mit Sitz in Geltwil hat Murikultur 2,5 Mio. Franken für den Umbau des Klostermuseums zugesprochen.

Zusätzlich zahlt die Stiftung für die nächsten 25 Jahre jährlich 100 000 Franken für den Unterhalt des Museums und seiner Exponate.

Schliesslich unterstützt die Dr.-Franz-Käppeli-Stiftung das Projekt «Geschichte Kloster Muri» und andere Geschichtsprojekte in Muri bis zum Jubiläum 1000 Jahre Kloster Muri im Jahr 2027 mit jährlich 100 000 Franken.

Insgesamt kommt damit die Gemeinde Muri in den Genuss von 6,5 Mio. Franken. «So ein Geschenk kommt alle 1000 Jahre einmal vor», ordnet Urs Pilgrim, Präsident der Stiftung Murikultur, die grosszügige Unterstützung ein. «Über Muri kommt also nicht nur der klösterliche Segen, sondern ein reicher Geldsegen.»

Willkommene Hilfe

Murikultur kann diese Unterstützung brauchen. 2,5 Mio. Franken ist nämlich der Investitionsbedarf, wie die Stiftung in ihrer Vision Neues Klostermuseum Muri festhält. Ohne Hilfe wäre das für sie nicht zu stemmen. «Mit dem Geschenk der Dr.- Franz-Käppeli-Stiftung eröffnet sich für Muri eine einzigartige Chance», freut sich Pilgrim.

Heute wird das 1972 eröffnete aktuelle Klostermuseum der überragenden Bedeutung der Klosteranlage nicht gerecht. Es ist in Auftritt und Präsentation nicht mehr ganz zeitgemäss.

«Mit dem Geschenk erhalten wir eine hervorragende Basis, um die Klostergeschichte attraktiv einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen», unterstreicht Pilgrim.

Auf den Kantonsbeitrag von 150 000 Franken jährlich als kultureller Leuchtturm sei man jedoch weiterhin angewiesen. «Unser Kulturangebot ist ja sehr vielseitig und geht weit über das Museum hinaus.»

Starke Verbundenheit mit Muri

Die starke Verbundenheit mit Muri und das Interesse, das Klosterdorf in kultureller Hinsicht zu fördern, seien Beweggrund gewesen, eine Anfrage der Stiftung Murikultur positiv zu beantworten, führt Franz Käppeli, Stifter und Präsident der gleichnamigen Stiftung, aus.

Seine Unterstützung, die für die Stiftung Murikultur an keinerlei Bedingungen geknüpft ist, geht deshalb über die 2,5 Mio. Franken für bauliche Massnahmen, Klimatechnik und Einrichtungen hinaus. «Der Unterhalt eines Museums ist kostspielig», weiss der Heimweh-Murianer.

Deshalb sichert er der Stiftung Murikultur für den Unterhalt des Museums für die nächsten 25 Jahre jährlich 100 000 Franken zu.

Zusätzlich gibt er 1,5 Mio. Franken an das Projekt «Geschichte Kloster Muri» und andere Geschichtsprojekte als Geschenk zum Jubiläum 1000 Jahre Kloster Muri im Jahr 2027. Insgesamt kommt so Muri in den Genuss von 6,5 Mio. Franken.

Profit für Muri

«Das Klostermuseum wird breiten Bevölkerungskreisen den Zugang zu einem wichtigen Teil der Aargauer- und Schweizergeschichte und zur Kultur dieses bedeutenden Benediktinerklosters ermöglichen», ist Pilgrim überzeugt.

Es werde sicher zusätzliche Besucherinnen und Besucher nach Muri bringen. Von diesem Museum und damit von diesem Geschenk profitiere damit die Gemeinde als Ganzes. «Kultur- und Tourismusfachleute erwarten vom neuen Klostermuseum, dem einzigen im Aargau, eine starke Sogwirkung.»

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