Wohlen
Geldquellen sprudeln fürs Schlössli: Gönner unterstützen Neubau des ältesten Steinhauses

Die ersten Zusagen für Beiträge an den Umbau des Schlössli in Wohlen liegen vor. Viele Gönner unterstützen den Umbau des ältesten Steinhauses im Dorf.

Jörg Baumann
Merken
Drucken
Teilen
Architekt Hans Furter mit seinem Sohn, dem Vereinspräsidenten Fabian Furter. BA

Architekt Hans Furter mit seinem Sohn, dem Vereinspräsidenten Fabian Furter. BA

Jörg Baumann

Die ersten Zusagen für Beiträge an den Umbau des Schlössli in Wohlen liegen vor. So beteiligt sich der Aargauer Heimatschutz an den Baukosten von 790 000 Franken mit 10 000 Franken und die Ernst-Göhner-Stiftung in Zug mit 50 000 Franken.

Die Abteilung Kultur des Kantons Aargau stellt einen Beitrag von 100 000 Franken in Aussicht, sofern die Gemeinde Wohlen auch mitzieht. Das teilte Fabian Furter, Präsident des Vereins Schlössli, an der Generalversammlung mit. Der Verein will für das Vorhaben sein Vermögen einschiessen.

Auch private Gönner an Bord

Dazu kommen nach aktuellem Stand etwa 35 potenzielle Schlossherrinnen und Schlossherren, die je 1000 Franken einzahlen, sobald die Finanzierung gesichert ist. Vor der Generalversammlung waren es noch 25 private Gönner.

Auf der Liste, die Furter an der Versammlung zirkulieren liess, trugen sich nochmals zehn Personen ein. Furter rief die Mitglieder auf, für die Gönneraktion im Familien- und Bekanntenkreis zu werben.

Sein Ziel: Fünfzig oder am besten hundert Personen oder Firmen, die alle eine Tausendernote auf den Tisch legen. Positiv zum Umbau äusserte sich auch die Pensato-Anlagestiftung, die direkt neben dem Schlössli einen modernen Neubau aufstellt.

Mit der Stiftung einigte sich Furter darauf, dass der Fussweg zum Schlössli um drei Meter verlegt und der Kellerabgang zum historischen Gebäude so weit gesichert wird, dass man durch eine Glastür in der benachbarten Parkgarage in den Schlösslikeller blicken kann.

Furter teilte mit, dass er bei der Suche nach Geldgebern von Gemeindeammann Walter Dubler unterstützt wurde. «Wenn wir Eigenmittel von 300 000 Franken zusammen haben, sind wir auf der sicheren Seite», meinte er. Bei der Ortsbürgerkommission von Wohlen sei er auf offene Ohren gestossen, wobei kritische Fragen nicht ausgeblieben seien. Furter geht davon aus, dass das Beitragsgesuch an der Ortsbürgergmeind im Dezember zur Abstimmung kommt.

Viele Nutzungen denkbar

Nach dem Betriebskonzept, das der Abteilung Kultur in Aarau vorgelegt werden musste, sollen im Schlössli dereinst Kunstausstellungen, kulturelle Herbstveranstaltungen, Schul- und Privatanlässe oder Sitzungen der Gemeindeverwaltung und der Ortsbürgergremien stattfinden.

Als Partner stünden die Kulturbeiz im Chappelehof, der Wohler Verein Begegnung der Kulturen oder der Verein Kultur im Sternensaal zur Verfügung. Sollte sich der Verein Schlössli einmal auflösen, ginge das Haus ins Eigentum der Ortsbürgergemeinde über.