Freiamt
Gefährliche Wanderung: Diese Zäune schützen Frösche vor dem Strassentod

Untrügliches Zeichen für den Frühling im Freiamt: Entlang verschiedener Strassenzüge sind wieder die Amphibienzäune montiert. Viele Freiwillige helfen mit, die Tiere zu schützen.

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Auch entlang der Strasse zum Murimoos sind Amphibienzäune montiert.

Auch entlang der Strasse zum Murimoos sind Amphibienzäune montiert.

Warme Nächte und feuchte Witterung sind für Frösche, Kröten und Molche Zeichen, sich auf den Weg an ihre Laichgewässer zu machen. Dabei legen sie Strecken von einigen Metern bis einigen Kilometern zurück.

Die grösste Gefahr für sie auf dieser Wanderung bildet der Strassenverkehr. Amphibienzäune, die von Gemeinden, Naturschutzvereinen, Schulen oder auch Privatpersonen errichtet werden, helfen verhindern, dass Tausende von diesen Tieren ums Leben kommen und sich nicht fortpflanzen können.

Hinter den Zäunen fallen die Tiere in Behälter, die schliesslich wiederum von Freiwilligen über die Strasse getragen werden. Im Kanton Aargau sind 105 Zugstellen gelistet, die von Freiwilligen betreut werden. Im Freiamt und Kelleramt sind es 12.

Vor rund 35 Jahren machten die ersten Beobachter auf Amphibiensterben auf unseren Strassen aufmerksam; seit rund 25 Jahren haben sich zahlreiche Helferinnen und Helfer sowie Gruppen dieses Problems angenommen und nicht zuletzt damit die Amphibien in weiten Bevölkerungskreisen recht populär gemacht.

Die Frühjahrswanderung der erwachsenen Tiere vom Winterquartier ans Laichgewässer zur Fortpflanzung ist sehr auffällig und wird daher am meisten beachtet, dem gegenüber ist ihr Rückzug zurück ins Sommerquartier wesentlich weniger auffällig, da er sich oft mit dem Laichzug überschneidet und sehr viel weniger massiert auftritt.

Umfassende Informationen zu Amphibien sind bei der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (www.karch.ch) zu finden. (es)