«Wohlen hat eigentlich ein einzigartiges Konzept zur Verkehrsberuhigung. Eine Begegnungszone am Bahnhof und Tempo-30-Zonen in fast allen Quartieren», schreibt Lionel Zingg, Präsident des Jugendrats Wohlen, auf petitio.ch. «Eigentlich», fährt er fort, «denn häufig halten sich gewisse Autofahrer überhaupt nicht an dieses.» Hier sollen die Gemeinde beziehungsweise die Polizei eingreifen und diese Regeln durchsetzen, denn: «An der Jugendsession im letzten November haben sehr viele Jugendliche mitgeteilt, dass sie sich im Verkehr in Wohlen nicht sicher fühlen, wenn sie mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs sind», erklärt Zingg auf Anfrage. Diesem Anliegen der Jugendlichen gibt er nun auf der Internetplattform eine Stimme.

«Regeln konsequent einhalten»

«In einer Begegnungszone sind Autos und Langsamverkehr gleichgestellt, was den Vortritt angeht. Im Moment muss man sich den Vortritt aber regelrecht erkämpfen. Das kann nicht das Ziel sein», hält er fest. «Die Folge davon ist, dass sich Familien, Jugendliche und ältere Menschen kaum noch getrauen, zu Fuss in den betroffenen Gebieten unterwegs zu sein. Für Pendler, die am Bahnhof in Busse oder die BDWM-Bahn umsteigen, sowie für die Anwohner der Wohnquartiere kann das zu gefährlichen Situationen führen. Jetzt heisst es handeln, bevor etwas passiert», fordert er insbesondere die Polizei auf. «Das Ziel ist nicht, dass neue Gesetze geschaffen werden. Das Ziel ist, dass bestehende Regeln konsequent eingehalten werden.»

Bis zum 23. Mai sollen über petitio.ch mindestens 200 Unterschriften gesammelt werden, um Gemeinde und Polizei zum Handeln aufzufordern. Zingg erklärt jedoch: «Unsere Petition hat auch einen zweiten Grund: Wir wollen den Leuten zeigen, dass sie ihren Anliegen über diese Plattform Gehör verschaffen können. Denn ein weiteres Ziel des Jugendrates ist es, Leute für die Politik zu mobilisieren.»