Er kann es nicht lassen und hat wieder ein Theaterstück geschrieben. Auf den Leib seiner Kolleginnen und Kollegen vom VolleyTheaterBettmuh. Wie immer, wenn der gebürtige Fahrwanger Ady Meili Theater macht, ist viel Klamauk mit dabei. Aber nicht nur: «Die Leute sollen sich entspannen, kugeln vor Lachen, aber hoffentlich auch etwas den roten Faden spüren, den ich versucht habe, in das Stück einzubringen.» Denn er erzähle in seiner neuesten Komödie durchaus eine Geschichte, über die man auch nachdenken könne. Sofern man denn wolle. Doch im Vordergrund stehe wie in Bettwil seit Jahren üblich die Unterhaltung des Publikums.

Die Vorstellungen der aus dem Volleyballclub Bettwil hervorgegangenen Theatergruppe sind seit mittlerweile 15 Jahren Tradition.

Das erste Stück vom Grossvater

Es gibt sie in unregelmässigen Abständen: 2004 war Premiere mit einer Produktion des legendären, im letzten Jahr verstorbenen Dialekttheater-Autors Hans Wälti aus Rudolfstetten. Nicht von ungefähr. Wälti war Adi Meilis Grossvater und seine Mutter, ebenfalls vom Volkstheater angefressen, hat damals Regie geführt. 2006 wagte sich Meili mit dem «Trainingslager» an sein Erstlingswerk, den «Generationenkonflikt» von 2009 schrieb er zusammen mit dem Grossvater, «Camping Happy Texas» von 2011 sowie «Wältumrunder» von 2015 stammten wiederum aus seiner Feder.

In der aktuellen Produktion «Möchtegängschter» geht es um Leute, die sich alle für sehr schlau halten, es aber nicht unbedingt sind: «Ich bin mit diesem Stück in eine absurde Gangsterwelt eingetaucht, habe gegenüber früher ein paar Sachen anders gemacht, ‹mein› Theater aber nicht neu erfunden. Wir bleiben beim bewährten Klamauk.» Zu einem Teil, verrät der Autor, gehe es auch um Vergangenheitsbewältigung. Er, Marcel Meier und Marco Gsell seien nämlich schon mal zusammen in der «Kiste» gehockt. Wo, wie lange und wieso – das hingegen ist Adi Meili nicht zu entlocken.

Die elfköpfige Theatertruppe besteht überwiegend aus Laienschauspielerinnen und -schauspielern mit reichlich «Bettmuh»-Erfahrung. Auch Adi Meili selber steht auf der Bühne, und Mutter Rosmarie, die am Anfang der Bettwiler Theatertradition noch Regie geführt hat. Dafür ist erstmals Janine Meier zuständig. Für die Technik sorgt Simon Gsell, als Souffleuse amtiert Fabienne Lanz. Wie ein Probenbesuch zeigt, hat die Truppe die neue Komödie schon recht im Griff. Auf das Publikum wartet erneut beste Unterhaltung mit Lachgarantie. Angesagt sind in der Mehrzweckhalle Bettwil vier Aufführungen zwischen dem 17. und 25. Mai.