Rudolfstetten

Futuristisch: So soll der neue Gemeindesaal werden – auch die Mietwohnungen folgen modernem Konzept

Mit futuristischem Design: So könnte der ovale Gemeindesaal im Zentrum von einst Rudolfstetten-Friedlisberg aussehen.

Mit futuristischem Design: So könnte der ovale Gemeindesaal im Zentrum von einst Rudolfstetten-Friedlisberg aussehen.

Zudem sind neben dem Gemeindehaus drei Mehrfamilienhäuser geplant. Die Baukosten werden auf 18 Millionen Franken geschätzt.

Ein neues, kleines Quartier soll neben dem Gemeindehaus in Rudolfstetten-Friedlisberg entstehen. Die vom Gemeinderat vorgestellte Überbauungsstudie enthält als markantestes Gebäude einen Gemeindesaal in Form eines Ovals. Die futuristische Bauform verfügt als Idee über ein Flachdach. Als weitere Objekte sind drei Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen, womöglich mit gemeinnützigem Charakter, auf der Gemeindeparzelle vorgesehen sowie die Beibehaltung von Werkhof/Bauamt. In der Studie werden die Baukosten auf ungefähr 18 Millionen Franken geschätzt.

Zu reden gab der Standort des Werkhofs

Die Stimmung bei den rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Präsentation war zum Teil kritisch bezüglich der Integrierung des Werkhofs. «Dafür soll ein anderer Standort gesucht werden, zum Beispiel bei der Kläranlage unterhalb des Dorfes», so die Meinung einiger Votanten. Vonseiten des Gemeinderats hiess es, dass der jetzige Standort ideal sei wegen der Zentrumslage und der bereits vorhandenen Erschliessung, wobei das Werkhofmagazin erneuert werden soll.

Das Gelände mit dem markanten Gemeindehaus, das unter Substanz- und Volumenschutz steht, befindet sich im Zentrum in der Nähe des Bahnhofs und ist der Kernzone Dorf zugeteilt. Die der Einwohnergemeinde gehörende Parzelle weist eine Fläche von etwa 6500 Quadratmetern auf. In der Planung berücksichtigt wurde auch benachbartes Land in Privatbesitz, wodurch sich die gesamte Perimeterfläche auf 8000 Quadratmeter erhöht. Das Areal stellt eine Siedlungsreserve dar und ist nur zum Teil überbaut und somit schlecht genutzt.

«Wir haben uns mit dem Bedürfniskatalog der Gemeinde für das Areal auseinandergesetzt und eine Auslegeordnung erstellt», hielt Adrian Duss von der KIP Siedlungsplan AG in Wohlen an der öffentlichen Information fest. Gemäss seinen Ausführungen soll bei der künftigen Bebauung den Fusswegverbindungen genügend Platz eingeräumt werden. Der Höhenunterschied auf dem Gelände beträgt fast 11 Meter. Geparkt werden soll grösstenteils unterirdisch.

Der Gemeindesaal mit entsprechenden Nebenräumen ist an prominentester Lage vorgesehen. Dessen elliptische Form ist nicht alleine als Anpassung an die Strassenführung entstanden, sondern vor allem, um dessen öffentliche Funktion sichtbar zu machen.

Verwaltung soll mehr Platz im Gemeindehaus erhalten

Im Gemeindehaus ist der Platz in letzter Zeit eng geworden, und er erfährt durch die Integration von Postdienstleistungen noch eine zusätzliche Verknappung. Die Erweiterung des Gemeindehauses ist deshalb Bestandteil der Überbauungsstudie und beinhaltet einen zeitgemässen Empfangsbereich mit besserer Kundenfreundlichkeit, die Erweiterung der Büro- und Archivflächen, die Wiedereingliederung des ausgelagerten regionalen Betreibungsamtes und auch die Integration von Büro- und Nebenräumen des Werkhofs, die durch einen Verbindungstrakt mit dem Gemeindehaus verbunden werden können. Bei diesem wird die Lagerfläche zu berücksichtigen sein, das Salzsilo könnte im Gebäude eingebaut werden.

Den Stimmberechtigten wird an der Gemeindeversammlung vom 4. Juni der Projektierungskredit unterbreitet. Ziel ist es, an der Gemeindeversammlung im Juni 2021 den Baukredit beantragen zu können. Im besten Fall wäre mit der Fertigstellung in vier bis fünf Jahren zu rechnen.

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