Fussball
Ungleiche Möglichkeiten: Wohlen muss sich den Young Boys geschlagen geben

Der FC Wohlen verliert das zweite Testspiel nach der coronabedingten Zwangspause von über sechs Monaten klar mit 0:4 gegen die U21-Auswahl der BSC Young Boys.

Benjamin Netz
Merken
Drucken
Teilen
Gegen die durchtrainierten Young Boys hatte Wohlen keine Chance.

Gegen die durchtrainierten Young Boys hatte Wohlen keine Chance.

Benjamin Netz

In der Anfangsphase konnten die Wohler die Partie ausgeglichen gestalten und hatten sogar die ein oder andere Grosschance, um selbst in Führung zu gehen. Balaj, Lugo und Co. scheiterten jedoch mehrmals am stark aufgelegten YB-Torwart Zbinden.

Trotz guter Torgelegenheiten machte sich schon hier die fehlende Spielpraxis der FCW-Akteure bemerkbar. Während die Gäste aus Bern aufgrund der Sondergenehmigung für Profimannschaften in den letzten sechs Monaten nicht nur uneingeschränkt trainieren, sondern auch Wettkampfspiele austragen durften ‒ man nahm dazu an der eigens initiierten U21-Meisterschaft der in der Swiss Football League organisierten Profimannschaften teil ‒ mussten sich die Gastgeber mit auf 15 Personen begrenzte Trainings ohne Körperkontakt begnügen.

YB kam besser ins Spiel und zeigte Kaltschnäuzigkeit

Mitte der ersten Hälfte kam YB immer besser ins Spiel und bewies in der 33. Minute Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, als Offensivakteur Mischa Eberhard alleine vor FCW-Goalie Luca Thaler auftauchte und diesem keine Abwehrmöglichkeit liess.

FCW-Goalie Luca Thaler konnte den Ball von Mischa Eberhard nicht halten.

FCW-Goalie Luca Thaler konnte den Ball von Mischa Eberhard nicht halten.

Benjamin Netz

Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte hielten die Wohler zunächst gut mit den frischeren Young Boys mit und erarbeiteten sich Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen. Mit fortschreitender Spielzeit jedoch wurden die Beine der Freiämter merklich schwerer.

Wohlen machte wiederholt Fehler im Aufbauspiel

YB konnte nun Kapital aus der deutlich grösseren Fitness schlagen. Wohlen hatte nun sichtlich Mühe sich spielerisch aus der Umklammerung der Berner zu befreien und leistete sich immer wieder Fehler im Aufbauspiel. Dadurch konnten die Berner Überzahlsituationen kreieren. Eine solche führte in der 77. Minute zum 0:2 aus Sicht des FCW. Jonathan De Donno zeichnete sich als Torschütze aus.

Der Kampfgeist der Wohler schien nun gebrochen und die Young Boys konnten in den Folgeminuten das Resultat auf 0:4 hochschrauben. Erneut De Donno sowie der eingewechselte Ferreira sorgten für den Endstand.

Rund hundert Zuschauer verfolgten den Match des FC Wohlen gegen die U21 der BSC Young Boys.

Rund hundert Zuschauer verfolgten den Match des FC Wohlen gegen die U21 der BSC Young Boys.

Benjamin Netz

Am 13. Juni trifft Wohlen auf den FC Langenthal

Für den FC Wohlen steht nun der Restart der Meisterschaft in der 1. Liga auf der Agenda. Am Sonntag, den 13. Juni, trifft das von Thomas Jent trainierte Team um 15:00 Uhr auswärts auf den FC Langenthal.

Es ist der Auftakt in eine Runde, die für den FC Wohlen ohne Wert ist. Bei aktuell noch drei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand der auf Rang fünf rangierten Freiämter auf den Tabellenführer FC Biel-Bienne neun Punkte. Letztere haben auch noch ein Spiel weniger ausgetragen. Aufgrund der verkürzten Coronasaison wird es ausserdem keine Aufstiegsrunde geben. Die drei Erstplatzierten der drei Gruppen in der 1. Liga steigen direkt in die höherklassige Promotion League auf.

Illustre Gegner winken im Schweizer Cup

Thomas Jent möchte die ausstehenden Meisterschaftspartien nutzen, um sich auf das wichtige Qualifikationsspiel für den Schweizer-Cup auswärts beim FC La Chaux-de-Fonds vorzubereiten. Ein Sieg in diesem Spiel, und dem FC Wohlen winken illustre Gegner im Schweizer Cup.

Vielleicht gastiert dann ja nicht mehr «nur» die U21 der BSC Young Boys im Stadion Niedermatten? Zu Wünschen wäre es dem FC Wohlen, schliesslich würde ein solches Spiel sicher das finanzielle Loch in der Kasse des FCW stopfen, welches die Coronapause hinterlassen hat. Sollte ein solches Spiel denn wieder vor vollen Zuschauerrängen stattfinden können.