Wohlen
Für Wohlen geht ein Wunsch in Erfüllung: Kadetten Schaffhausen werden nächste Gegner sein

Nachdem sich Trainer Daniel Lehmann für sein Team die aktuellen Champions-League-Teilnehmer und Schweizer Meister der letzten drei Jahre gewünscht hatte, dürfen seine 1.-Liga-Handballer im Cup-Achtelfinal am 26. Oktober zu Hause tatsächlich gegen Kadetten Schaffhausen antreten.

Fabio Baranzini
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Bald in Wohlen im Einsatz: Gabor Csaszar von Kadetten Schaffhausen (rechts), hier im Champions-League-Spiel vom vergangenen Samstag gegen Veszprem.

Bald in Wohlen im Einsatz: Gabor Csaszar von Kadetten Schaffhausen (rechts), hier im Champions-League-Spiel vom vergangenen Samstag gegen Veszprem.

Keystone

Die Wohler 1.-Liga-Handballer werden für ihre starken Auftritte im Schweizer Cup belohnt. Nach dem neuerlichen Exploit am vergangenen Samstag, als die Wohler zum zweiten Mal in Folge gegen ein NLB-Team gewinnen konnten, hatte sich Trainer Daniel Lehmann für die nächste Cuprunde Kadetten Schaffhausen als Gegner gewünscht.

Und jetzt ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen. Bei der Auslosung am Dienstagnachmittag erhielt der Erstligist tatsächlich den aktuellen Champions-League-Teilnehmer und Schweizer Meister der letzten drei Jahre zugelost. «Ich habe es zuerst gar nicht geglaubt und dachte, es sei ein Witz», sagt Daniel Lehmann.

«Das wird eine Riesensache»

Der Mann an der Seitenlinie sieht das Duell mit den Ostschweizern als Belohnung für die starken Cupauftritte seiner Mannschaft, die zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Cup-Achtelfinals erreicht hat. «Das wird eine Riesensache für den Verein. Wir erwarten, dass viele Leute zum Spiel in die Halle kommen und wir ein kleines Handballfest feiern können», blickt Lehmann auf das Cupspiel voraus.
Aus sportlicher Sicht sind die Karten natürlich klar verteilt. Dessen ist sich auch Trainer Lehmann bewusst: «Für uns geht es in erster Linie darum, Spass zu haben und den Gegner wenn möglich etwas zu ärgern. Es ist aber für jeden Spieler ein Highlight, gegen Kadetten zu spielen. Diese Mannschaft ist neben Wacker Thun derzeit das Mass aller Dinge im Schweizer Handball und hat auch international schon für Aufsehen gesorgt.»

Vereinspräsident Martin Laubacher. (to)

Vereinspräsident Martin Laubacher. (to)

Toni Widmer

Jubiläums-Geschenk: «Besser konnte es für uns gar nicht laufen»

«Kadetten Schaffhausen als Gegner im Schweizer Cup – besser hätte es für uns gar nicht laufen können. Dieses Spiel wird der absolute Höhepunkt im laufenden Jubiläumsjahr», freut sich Martin Laubacher, der Präsident von Handball Wohlen.
Der 50. Geburtstag des Klubs wurde am 18. Juni mit einem grossen Fest gefeiert, der Abschluss des Jubiläumsjahres steigt im Mai 2017 mit einem «Saurier-Turnier». Ein Team aus ehemaligen Schweizer Handball-Stars – es wird von Pascal Jenny, dem ehemaligen Wohler und heutigen Tourismus-Direktor von Arosa, zusammengestellt – trifft auf eine Mannschaft aus ehemaligen Wohler Stammspielern.
Der Cup-Erfolg kam für den Präsidenten nicht ganz unerwartet: «Es hat sich bereits in der Saisonvorbereitung abgezeichnet, dass wir in dieser Saison über ein starkes Team verfügen würden. Immerhin haben wir im Trainingslager in Slowenien gegen zwei Nati-B-Teams sehr gut ausgesehen.» Der Cup-Startsieg gegen Appenzell und der bisherige Verlauf der Meisterschaft hätte dann das gute Gefühl bestätigt. Einen solchen Exploit im Cup hätte jedoch niemand erwartet: «Wir haben selbstverständlich gehofft, dass wir nicht schon in der ersten Runde ausscheiden, aber sicher nicht mit einer Qualifikation für den Achtelfinal gerechnet», sagt Martin Laubacher.
Und jetzt? Wollen die Wohler auch die zurzeit wohl beste Schweizer Handballmannschaft das Fürchten lehren? Der Präsident schmunzelt: «Es liegt wohl auf der Hand, dass wir gegen Kadetten Schaffhause aus dem Cup fliegen. Aber gegen so einen Gegner auszuscheiden, ist wohl kaum eine Schmach.» Von vornherein geschlagen geben werde sich die Mannschaft aber bestimmt nicht. «Unsere Jungs sind heiss auf dieses Spiel und werden alles daransetzen, um gut auszusehen und das eine oder andere Tor zu schiessen.»
Allerdings gibt es da noch einen kleinen Haken. Zwei Tage nach dem Cupspiel am Freitag, 28. Oktober, steigt das Auswärtsspiel in Muri: «Da steckt die Mannschaft etwas in der Zwickmühle. Soll sie sich am Mittwoch für das grosse Derby schonen oder beide Male Vollgas geben? Ich tippe auf Letzteres», sagt Laubacher.
Jetzt gilt es, den wichtigen Match zu organisieren: «Wir gehen davon aus, dass unser Team in der Hofmattenhalle von gegen 500 Zuschauern angefeuert und dieses in unserer Vereinsgeschichte bisher einmalige Cupspiel zu einem eindrücklichen regionalen Handballfest wird. Die Vorbereitungen sind im Gang», erklärt der Vereinspräsident. (to)