Muri
Für Murimoos war es ein ruhiges Jahr

Murimoos werken und wohnen steht vor grossen Herausforderungen und erarbeitete eine Strategie bis 2022.

Eddy Schambron
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Hans Däpp (links) hört im Herbst als Geschäftsleiter auf, Präsidentin Heidi Schmid konnte mit Michael Dubach an der Generalversammlung den Nachfolger vorstellen.

Hans Däpp (links) hört im Herbst als Geschäftsleiter auf, Präsidentin Heidi Schmid konnte mit Michael Dubach an der Generalversammlung den Nachfolger vorstellen.

Eddy Schambron

Der neue Geschäftsführer von Murimoos werken und wohnen heisst Michael Dubach. Der 41-jährige arbeitet heute als Geschäftsführer des Gemeindeverbands Pro Zürioberland und der damit verbundenen Regionalmarke «natürli». Er tritt am 1. Oktober die Nachfolge von Hans Däpp an, der nach 15 Jahren diese Aufgabe weitergibt.

Dubach, verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist Dipl. Ing. Agr. ETH und Executive MBA. Er ist im Kanton Baselland auf einem Bauernhof aufgewachsen. «Das Murimoos ist ein hoch spannender Betrieb und sehr vielseitig», begründet er seinen Schritt. Einen näheren Bezug zum Freiamt hat er noch nicht; gegenwärtig ist er auf der Suche nach einem Haus für seine Familie. Seine Frau Eva ist zu 60 Prozent ebenfalls berufstätig und arbeitet in Zürich.

Dubach wird einen herausfordernden Betrieb übernehmen, wie Murimoos-Präsidentin Heidi Schmid in ihrem Jahresbericht andeutete: Die Institution steht vor Veränderungen, nicht nur, weil in der jetzt 85-jährigen Geschichte auch Frauen aufgenommen werden, sondern weil mit dem neuen Betreuungsgesetz andere Gewichte gesetzt werden.

Ambulant vor stationär ist auch im Betreuungsbereich die neue Devise. Mit der Strategie 2022 will sich Murimoos entsprechend positionieren. Entschieden hat sich der Vorstand «nach langen, vielen Diskussionen», den Landwirtschaftsbetrieb nicht zu verpachten, sondern selber weiter zu führen.

«Gesundes Unternehmen

Der aktuelle Geschäftsleiter Hans Däpp konnte von einem ruhigen Jahr im Murimoos berichten. Knapp 50 Prozent des Umsatzes wurden mit den Betrieben selber erwirtschaftet, «eine sehr hohe Eigenwirtschaftlichkeit». Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, die Nachfrage nach Erzeugnissen aus biologischem Anbau auch bei den Grossverteilern nach wie vor steigend. Gut funktioniert auch das Beschäftigungsprogramm Allegra. 24 der 25 Plätze waren im Durchschnitt besetzt, zehn Klienten konnten dank dem Programm wieder in die erste Arbeitswelt integriert werden. «Murimoos ist ein rundum gesundes Unternehmen», stellte Däpp fest, «es ist schön, dass ich das so an meiner letzten Generalversammlung sagen kann.»

Neben den Jahresberichten wurde auch die Rechnung 2017, präsentiert von Marlies Bühler, Leiterin Finanzen, diskussionslos genehmigt. Budgetiert war ein Defizit von 265'000 Franken, resultiert hat ein Plus von 24'000 Franken. Für zwei Jahre wiedergewählt wurde der Vorstand mit Heidi Schmid, Präsidentin, Gino Fiorentin, Claudia Hoffmann-Burkart, Magnus Hoffmann, Maria Küng, Helmut Larzer und Josef Villiger-Kneubühler. Der Mitgliederbeitrag bleibt unverändert mit 30 Franken für Einzelmitglieder, 50 Franken für Ehepaare und 100 Franken für Kollektivmitglieder.

Jubiläum im September

Am 22. September wird das Jubiläum 85 Jahre Murimoos gefeiert. Ob dann die geplante Einweihung des neuen Kinderspielplatzes erfolgen kann, ist noch nicht klar, weil die Baubewilligung noch nicht vorliegt. So oder so: Murimoos werken und wohnen wird ein grossartiges Fest auf die Beine stellen, meinte die Präsidentin.

Weil das Geld kostet, hat Claudia Hoffmann extra ein Sponsoringkonzept erstellt. Unter anderem kann man sich Murimoos-Erlebnisse sichern – etwa bei einer Storchenberingung mitmachen, am Alpabzug teilnehmen oder in einem der Betriebe mitarbeiten, «selbstverständlich immer mit Mittagessen», wie Hoffmann versicherte.

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