Hägglingen
Für das Freilichttheater werden noch Mitwirkende und Helfer gesucht

Für die Freilichttheaterproduktion «Emmetfeld», das im August und September 2016 beim Forsthaus in Hägglingen aufgeführt werden soll, sucht der Verein Tellspiele Hägglingen Mitwirkende und Helfer.

Verena Schmidtke
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Pius Schöpfer Organisator

Pius Schöpfer Organisator

Aargauer Zeitung

Am Samstag informierten sich etwa 60 Interessierte in der Mehrzweckhalle des Dorfes genauer über das Vorhaben.

«Mit so vielen Leuten hatten wir nicht gerechnet, da müssen wir unsere Infomappe wohl nachdrucken», kommentiert Organisator Pius Schöpfer die grosse Anzahl der Besucher der Veranstaltung und eilt davon, um weitere Stühle aufzustellen. Auch Paul Steinmann, der Autor des Stückes freut sich, dass das Interesse am Projekt offensichtlich über die Dorfgrenzen hinaus besteht. Während des Vormittags erfahren die Zuhörer von Pius Schöpfer, Paul Steinmann und Regisseur Adrian Meyer, wovon das Stück handelt und was bis zur Premiere im August 2016 auf dem Zeitplan steht.

Ab 2016 starten die Proben

Für «Emmetfeld» werden Mitwirkende und Helfer in vielen Bereichen wie Bühnenbau, Marketing und Administration gesucht. Gesangliche und musikalische Qualitäten seien sehr willkommen, betont Paul Steinmann. Anhand der Anzahl und den Möglichkeiten der Schauspieler erarbeitet er die endgültige Fassung des Stückes. Nächstes Jahr im Herbst steht die Probenfassung und erste Leseproben können beginnen. Bis dahin soll auch die endgültige Besetzung feststehen. Ab Januar 2016 starten dann die regelmässigen Proben.

Meyer und Steinmann realisierten bereits 2012 die Theaterproduktion «Mit Chrüüz und Fahne» in Villmergen/Hilfikon. Die nun geplante Freilichttheaterproduktion hat ebenfalls einen Bezug zum Ort, wo sie aufgeführt wird, nämlich die Schlacht auf dem Emmetfeld im Jahr 1798. Eine glückliche Fügung bewahrte das Dorf Hägglingen damals vor der Plünderung durch Französische Truppen.

Die eigentliche Story ist allerdings nicht die Schlacht, sondern eine Liebesgeschichte: Das Ehepaar Eppisser beichtet beim Pfarrer des Ortes. In Rückblenden erfährt der Zuschauer, dass Anna ihren Gemahl Georg zunächst nicht in die engere Wahl als Ehemann zog. Verschmäht tritt Georg in die Französische Armee ein. Gezeichnet vom Krieg kehrt er Jahre später heim. Von seinem Sold erwirbt er ein Bauernhaus und heiratet schliesslich doch seine Anna. Georg ist es auch, der die Französischen Truppen von der Plünderung Hägglingens abhält, kann er doch gut Französisch und weiss mit Soldaten umzugehen. Ein tragischer Vorfall führt den Helden des Dorfes und seine Frau schliesslich zum Pfarrer. Es geht um Totschlag, Notwehr und die Frage nach der Schuld.

Autor Paul Steinmann erklärt: «Die Geschichte spielt in einer Zeit, wo sich Natur und Religion, zwischenweltliche Phänomene und Sagen durchmischen.» In diesem Rahmen sei es möglich, auch Sagen aus der Region wie die der «Brennenden Mannen» einzubauen.

Wer den Infotag versäumt hat, aber dennoch gerne bei dem Projekt mitwirken möchte, hat noch bis zum 15. Dezember Zeit, sich anzumelden.

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