Niederwil
Führt die neue Reussbrücke Gnadenthal zu mehr Verkehr?

Die Reussbrücke Gnadenthal, die Verbindungsbrücke zwischen Stetten und Niederwil, ist in einem schlechten Zustand. Nun soll eine neue Stahl-Beton-Brücke mit zwei Fahrspuren gebaut werden. Ausserdem ist ein Rad- und Gehweg geplant.

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So könnte die neue Reussbrücke Gnadenthal dereinst aussehen. (zvg)

So könnte die neue Reussbrücke Gnadenthal dereinst aussehen. (zvg)

Der VCS schreibt in einer Stellungnahme: «Dass die Brücke ersetzt werden muss, ist unbestritten.» Dass der Ausbau zu einer deutlichen Verkehrszunahme führt, sei aber auch klar. Deshalb fordert der VCS unter anderem, dass die Brücke einspurig bleiben soll.

Die BDP Aargau ist «von dem Projekt überzeugt». Der Partei gefällt die Idee des Rad- und Gehwegs. Allerdings teilt die Partei die Bedenken der Gemeinde Stetten, dass der neue Flussübergang den Schwerverkehr einlädt, durch Stetten zu fahren.

Die Grünen des Kantons Aargau fordern eine Gewichtsbeschränkung von 18 Tonnen. So soll verhindert werden, dass die Verbindung zusätzlichen Lastwagenverkehr anzieht. Die Grünen fordern zudem, «auf eine Kapazitätserweiterung der Brücke zu verzichten». Es sei aus Gründen der Verkehrssicherheit verantwortungslos, das Nadelöhr des Verkehrs direkt ins Dorfzentrum von Stetten zu verlegen, heisst es in der Medienmitteilung.

Auch der EVP Aargau ist die Verkehrssicherheit wichtig: «Die neue Brücke kommt 70 Meter flussabwärts zu liegen. Der gesamte Klosterkomplex Gnadenthal wird somit entlastet und die Verkehrssicherheit kann noch besser gewährleistet werden.» Das Brückenprojekt Gnadenthal sei gut gelungen und die Partei könne es vorbehaltlos unterstützen. (az)