Muri

«Füür im Dach»: Das Motto der Stiefelryter ist dieses Jahr durchaus brisant

Das Motto der Stiefeliryter ist ihnen auch ins Gesicht «geschrieben».

Das Motto der Stiefeliryter ist ihnen auch ins Gesicht «geschrieben».

Die Murianer Guggenmusik hat ihr Motto lange vor den jüngsten Brandkatastrophe.

Als die Murianer Guggenmusik Stiefeliryter ihr Motto – «Füür im Dach» – kreierte, gab es die verheerenden Brände in Australien noch nicht. Auch die Brandserie in Merenschwand setzte die Bevölkerung noch nicht in Angst und Schrecken.

«In Anbetracht der Brände in Merenschwand haben wir bewusst auf Werbung mit unserem Motto in dieser Gemeinde verzichtet», sagt Michelle Nussbaumer, bei den Stiefelirytern für die Kommunikation zuständig. Das ändert aber nichts daran, dass die Murianer Guggenmusik ein straffes Programm hat und mit der Stiefelinacht im Klosterhof am 25. Januar auf ihren Höhepunkt zusteuert.

Ihren ersten Auftritt hatte die Guggenmusik in Menzingen. Arbeit gab es zudem für die Dekoration im Kreisel Coop Muripark in Muri, wo jetzt eine Hütte mit «Füür im Dach» steht und den Autofahrern signalisiert, dass sie hier in Fasnachtsland angekommen sind.

Insgesamt werden die Stiefeliryter 20 Auftritte absolvieren und sogar im Kanton St. Gallen oder in Kloten für die richtigen schrägen Töne sorgen. Die nach den Gängeli zweitälteste Murianer Guggenmusik hat keine Nachwuchssorgen: Zu den 49 Aktiven kommen dieses Jahr 6 Jung-Stiefeli dazu, wie Nussbaumer betont.

Anstrengend wird erfahrungsgemäss der Schmutzige Donnerstag. Auf der «Tour de Muri» sind die Stiefeliryter den ganzen Tag über irgendwo zu hören: Beginn der Tour ist beim Café Stern, sie führt zur Schule, Pflegi, Roth-Haus, Kreisel, Gröflikeller, Coop und Wave und schliesslich zum Gängeliball, der neuerdings auf dem Gröfli-Areal stattfindet und Hauptevent der Gängeli-Musig ist.

Die beiden Guggenmusiken sind wichtige Faktoren in der Fasnachtshochburg Muri. Während die Stiefeliryter ihren Namen von einer Freiämter Sagengestalt haben, stammt der Name der Gängeli vom entsprechend benannten Murianer Dorforiginal, welcher sich Anfang des 20. Jahrhundert im Freiamt als «Muuser» mit seiner erfolgreichen Jagd auf Mäuse einen berühmten Namen machte.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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