Der Betrieb und Unterhalt eines Schwimmbades ist eine teure Angelegenheit. Besteht eine solche Anlage aus einem Frei- und einem Hallenbad, wie in Bremgarten, ist das erst recht kostspielig. Vor drei Jahren haben die Stimmberechtigten der Stadt fast 6 Millionen Franken bewilligt für die Sanierung des Hallenbades und des Freibadgebäudes.

Die Millionen wurden damals mit der Auflage gutgeheissen, mit den Gemeinden in der Nachbarschaft sei über eine mögliche Beteiligung an den Investitions- und Betriebskosten der Badanlage zu verhandeln. Damit soll vor allem der regionalen Bedeutung des Hallenbades Bremgarten Rechnung getragen werden. Übrigens dem einzigen Hallenschwimmbad im ganzen Freiamt, einer Region mit immerhin rund 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Vergünstigter Eintritt

Der Stadtrat Bremgarten ist seiner Verpflichtung nachgekommen. Am Anfang haben sich acht Gemeinden bereit erklärt, über eine Kostenbeteiligung zu diskutieren – mit sechs Nachbarorten kommt nun ein Vertrag mit ungefähr folgendem jährlichen Beitrag zustande: Berikon rund 40'000 Franken, Fischbach-Göslikon 20'000, Oberlunkhofen und Unterlunkhofen je 6600, Wohlen (vorbehältlich der Zustimmung durch den Einwohnerrat) 50'000 und Zufikon rund 60'000 Franken. Auf die Standortgemeinde Bremgarten entfällt mit 160'000 Franken der grösste Anteil.

Für ihr finanzielles Engagement erhalten die Trägergemeinden als Gegenleistung vergünstigte Eintrittspreise für ihre Bevölkerung und Nutzungszeiten für das Schulschwimmen. Die Gemeindeversammlung, an der sich 141 oder 2,8 Prozent der 5005 Stimmberechtigten beteiligten, stimmte dem Abschluss der Einzelverträge mit den Trägergemeinden mit grossem Mehr ohne Gegenstimme zu.

Karte für Bad und Bibliothek

Wer in Bremgarten oder in einer der Schwimmbad-Trägergemeinden wohnt, kann sich ab Anfang 2018 mit einer individualisierten «Bremgarten Card» an der Kasse ausweisen. Diese Karte berechtigt zum Eintritt mit reduziertem Einheimischen-Tarif. Wie zu erfahren war, werden die Trägergemeinden die Karten zu Beginn des neuen Kalenderjahres erhalten und sie via Einwohnerkontrolle für ihre Einwohner selber ausstellen können.

Die «Bremgarten Card» soll zur Unterscheidung von Schwimmerinnen und Schwimmern aus Bremgarten und den Trägergemeinden sowie den übrigen Besuchern dienen. Sie soll später auch in anderen Bereichen Verwendung finden, etwa für die Stadtbibliothek.

An der von Stadtammann Raymond Tellenbach souverän geleiteten Gemeindeversammlung genehmigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils mit grossem Stimmenmehr das Reglement über die Finanzierung von Erschliessungsanlagen (Strassen, Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen) und das Reglement über den Ausgleich von Planungsvorteilen (Mehrwertabgabenreglement) gemäss Raumplanungsgesetz.

Die Gemeindeversammlung zeigte sich ebenfalls mit grossem Mehr damit einverstanden, dass nach einer zweijährigen Kündigungsfrist auf Ende des Schuljahres 2018/2019 die Auflösung der REGOS-Verträge zwischen Bremgarten und Zufikon (Standortvertrag) sowie Bremgarten, Eggenwil und Zufikon (Anschlussvertrag) erfolgt. Eggenwil hat die Zusicherung, seine Oberstufenschüler weiterhin nach Bremgarten in den Unterricht schicken zu können. Mit Zufikon ist hingegen noch kein neuer Zusammenarbeitsvertrag zustande gekommen.

Parkierungsreglement angepasst

Das seit 12 Jahren geltende Parkierungsreglement Bremgartens ist revidiert worden, verbunden mit einer Tarifanpassung vor allem für das Dauerparkieren beziehungsweise für Parkierungsbewilligungen. Die grosse Mehrheit der Versammlung stimmte sowohl diesem Reglement zu, als auch den Kreditbegehren von 180 000 Franken für die Ersatzbeschaffung von Schulmobiliar und 140 000 Franken für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle Isenlauf.

Das Budget 2018 der Stadt Bremgarten basiert auf einem Steuerbezug von 94 Prozent (Steuerfussabtausch von 3 Prozent) und wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen. Ja sagte der Souverän auch zur weiteren Entnahme aus der Aufwertungsreserve ab 2019. Mit 82 zu 28 Stimmen wurde dem Antrag der FDP zugestimmt, auf dem Parkplatz Isenlauf das 45-Minuten-Gratisparking einzuführen.

Unter Diversem verabschiedete Stadtammann Tellenbach Steuerkommissionsmitglied Sylvie Heiss, Steuerkommissions-Ersatzmitglied Theres von Flüe und Stimmenzähler-Ersatz Dave Stutz.