Das Projekt war weit fortgeschritten und das Baugesuch bereits publiziert. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als der Gemeinderat vorerst gedacht hat. Die Gemeinde Waltenschwil wollte den Radweg im Bereich Chreesstrasse/Büelisackerstrasse bei der Kreuzung Heim sicherer machen.

Das öffentlich aufgelegte Projekt ist jedoch nicht überall auf uneingeschränkte Zustimmung gestossen. Wie die Gemeindekanzlei mitteilt, hat es dazu verschiedene Einsprachen gegeben.

Der Gemeinderat hat die üblichen Verhandlungen im Einwendungsverfahren geführt und danach entschieden, zusammen mit dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons weitere Abklärungen und Überprüfungen vorzunehmen.

Fussweg soll ausgebaut werden

Um die Verkehrssicherheit für die Kinder vom Büelisacker auf ihrem Schulweg zu verbessern, wird jetzt die Realisierung einer neuen Radwegverbindung von der Bahnhofstrasse her über die Chreesstrasse ins Auge gefasst. Der Radweg würde von dort aus über den bestehenden kantonalen Fussweg in das Gebiet Breite weitergeführt. Dazu müsste der bestehende Fussweg zu einem kombinierten Rad- und Gehweg ausgebaut werden.

«Mit einer solchen Lösung könnte die grösste Schulwegsicherheit angeboten werden, weil die Kinder so die gefährliche Kreuzung ‹Heim› nicht mehr überqueren müssten», schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Ein entsprechendes Projekt ist dem BVU bereits zur Begutachtung vorgelegt worden.

Die Reaktion war positiv: «Das BVU hat mitgeteilt, dass das präsentierte Vorprojekt mit einzelnen Anpassungen grundsätzlich genehmigungsfähig sei und entsprechend weiterverfolgt werden könne», hält der Gemeinderat Waltenschwil fest.

Darauf gestützt hat die Behörde entschieden, das im Juni 2017 eingereichte und publizierte Baugesuch zurückzuziehen. Der Gemeinderat wird der Gemeindeversammlung vom 6. Juni einen Baukredit für die aktuelle Variante des Radwegausbaus vorlegen. «Das neue Baugesuch wird zur gegebenen Zeit öffentlich aufgelegt und gleichzeitig werden die erforderlichen kantonalen Zustimmungen eingeholt», erklärt der Gemeinderat in seiner Medienmitteilung abschliessend.