Die Musikgesellschaft Lostorf und der Musikverein Merenschwand haben sich für ein interessantes Projekt zusammengetan. Ihre Dirigentin Karin Wäfler studiert an der Hochschule Luzern Blasmusikdirektion und macht zurzeit ihren Master. Dazu gehört als praktischer Teil ein Konzert. Nun präsentierten die insgesamt etwa 70 Musiker der beiden Vereine bei ihren jeweiligen Jahreskonzerten das Programm «Master-Pieces», Meisterstücke. Das Konzert in Lostorf am 5. März bewerteten der Professor der Dirigentin sowie ein externer Gutachter.

«Seit meiner Kindheit weiss ich, dass ich etwas in Richtung Musik machen möchte», erzählt Karin Wäfler, die Oboe spielt, zu ihrem Werdegang. Mit 16 Jahren belegte sie einen Kurs im Dirigieren, zu dem sie via Blasmusikverband stiess. Später schrieb sie ihre Maturarbeit über dieses Thema. Anschliessend studierte Wäfler an der Hochschule aber Oboe. In dieser Zeit dirigierte sie einen Musikverein und stellte dabei fest, wie gut ihr das liegt. «Und so», erklärt die 25-Jährige, «wechselte ich das Hauptfach.»

Offen für neue Projekte

Zu den Inhalten des Studiums gehören Musiktheorie und Geschichte, Gehörbildung sowie Rhythmik. Für den praktischen Teil des Masterabschlusses müsse sie ein Konzert mit einem Orchester vorbereiten und aufführen, so Karin Wäfler. Sie sei sehr froh, dass die Musikgesellschaft Lostorf und der Musikverein Merenschwand sie dabei unterstützen. Dazu meint Gregor Notter, der Vereinspräsident der MV Merenschwand: «Wir sind offen für neue Projekte, es ist für uns eine super Erfahrung, mit anderen Musikern zusammen zu spielen.» Studentin Wäfler ergänzt: «Insgesamt hat die Planung des Konzerts etwa ein Jahr in Anspruch genommen.» Das Orchester konnte sie selbst auswählen. Dieses musste sie dann ihrem Professor vorstellen, der es für in Ordnung befunden habe.

Für das Konzert gab es ein paar Vorgaben, erklärt die Dirigentin. «Es müssen 60 Minuten Musik gespielt werden. Erwartet werden ausserdem eine Originalkomposition, ein Marsch und ein Solo.» Die Wahl des Themas und der Musikstücke sei dann in ihrer Hand gelegen. Für eine Masterarbeit fand sie das Motto «Master-Pieces» naheliegend. Die Auswahl der Titel trafen die Dirigentin und beide Musikkommissionen gemeinsam. Passend zum Thema sind erfolgreiche Stücke wie «Batman» zu hören. Ausserdem Komponisten, die Meister ihres Fachs seien, wozu sicher Stevie Wonder gehört. Natürlich sind auch Schweizer Komponisten wie Albert Benz und Mario Bürki ebenfalls vertreten.

Gute Nachrichten für die Studentin

Zu den Bewertungskriterien gehört auch die Präsentation des Konzerts, wie etwa das Programmheft. Der Professor besuchte nicht nur das Konzert am 5. März in Lostorf, sondern auch eine Probe, um zu sehen, wie Karin Wäfler ihre Vorstellungen mit den Musikern umsetzt. Inzwischen weiss sie, dass sie diesen Teil ihrer Masterprüfung erfolgreich gemeistert hat. «Vor dem Konzert war ich nervös», sagt die Studentin, «den Abend in Merenschwand konnte ich entspannter angehen.»

Bis zum endgültigen Abschluss im Sommer stehen noch Theorieprüfungen an. Für die Zukunft plant Karin Wäfler eine Weiterbildung für die Gymnasiallaufbahn. Ihre beiden Vereine in Lostorf und Merenschwand möchte sie weiterhin dirigieren.