Rund 80 Personen begaben sich am Samstag in Fischbach-Göslikon auf die Suche nach den bunten Eiern - das trübe Wetter und die kalten Temperaturen schreckten insbesondere die Kleinen keineswegs ab. Behutsam tapsten die 3- bis 12-jährigen Kinder durch den Wald. Mit dicken Jacken und österlichen Körbchen ausgerüstet durchforsteten sie den Wald. Ihr Ziel: So viele farbige Eier wie möglich zu sammeln - vielleicht sogar eine mit einer Gewinnzahl drauf! Ermutigend folgten ihnen die Eltern.

Das Geäst bereitete ihnen offenbar mehr Kopfschmerzen als den Kleinen. Diese tollten fröhlich zwischen Laub und Schlamm herum. Nach rund einer halben Stunde war das Treiben vorbei: Die Körbchen waren mal praller, mal spärlicher gefüllt und die Erwachsenen ohnehin froh, sich wieder ins Trockene zu begeben. Unter zwei Pavillonzelten fand zur Krönung des Nachmittags die Preisvergabe statt: 28 Eier waren mit einer Zahl beschriftet - die glücklichen Gewinner erhielten neben ihrem Ei noch einen Schokohasen dazu. Manche der 3- bis 12-jährigen Kinder konnten ihr Glück kaum fassen.

Miesestes Wetter seit Beginn

Während die Kinder vor Freude strahlten, verdrückte sich die Sonne hinter dicken Wolken. «Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung», sagt Gemeinderätin Evi Pfister. Sie trägt die Hauptverantwortung über das Eierlesen und organisierte den Anlass nun zum 13. Mal. «So mies wie heute war das Wetter in keinem der zwölf anderen Jahre», bilanziert sie. Und trotzdem ist sie begeistert über den stattlichen Andrang. «Das zeigt die grosse Wertschätzung, welche die Bevölkerung dem Anlass entgegenbringt», so Pfister.

Für sie ist es das letzte Mal als Organisatorin: Sie tritt als Gemeinderätin zurück und übergibt damit auch das Zepter über das Eierlesen. «Ich glaube aber fest daran, dass es auch nächstes Jahr stattfinden wird - es ist quasi ein fester Bestandteil unseres Jahresprogrammes geworden.» Ihr Nachfolger wird der nächste Gemeinderat mit dem Ressort Kultur sein - wer das sein wird, steht zurzeit noch in den Sternen.

Der Fuchs holt den Rest

Insgesamt versteckte der Gemeinderat von Fischbach-Göslikon 430 Eier in einem Waldabschnitt neben dem Mösli. Sie alle stammen vom örtlichen Volg - die Unterstützung des lokalen Gewerbes ist Pfister ein grosses Anliegen. Ob wirklich alle davon gefunden wurden, bezweifelt sie jedoch. «Die übrigen Eier wird sich wohl der Fuchs holen», meint Gemeindeammann Walter Stierli. Dennoch sei es schon einmal vorgekommen, dass ein Kind ein Ei aus dem Vorjahr gefunden habe.