Vollsperrung Gnadenthal-Brücke

Für die Postautokunden wird ein Shuttledienst eingerichtet

In der nächsten Woche können keine Fahrzeuge, auch keine Postautos, über die Reussverbindung rollen. sl

In der nächsten Woche können keine Fahrzeuge, auch keine Postautos, über die Reussverbindung rollen. sl

Die altersschwache Brücke Gnadenthal zwischen Niederwil und Stetten bleibt vom 28. Oktober bis 2. November gesperrt – auch für den öffentlichen Verkehr. Dringliche Reparaturarbeiten müssen ausgeführt werden.

Bei der Brücke Gnadenthal müssen teils gravierende Rostschäden an der Stahlkonstruktion eingedämmt und Schäden an den Beton-Randbalken längs der Fahrbahn behoben werden.

Damit die Flickarbeiten nicht allzu lange dauern, werden sie bei Vollsperrung der Reussverbindung ausgeführt. Vom 28. Oktober bis zum 2. November können keine Fahrzeuge über die Brücke fahren. Auch für die Postautos gibt es kein Durchkommen.

Shuttle zwischen Mellingen und Stetten

Während der sechstägigen Brückensperrung wird für die Benützer des öffentlichen Verkehrs ein Shuttledienst zwischen Stetten und Mellingen eingerichtet.

Die Postautolinie 336 Mellingen–Wohlen bedient Stetten nicht. Sie fährt vom Lindenplatz in Mellingen direkt nach Niederwil Gnadenthal, wendet und fährt anschliessend in Richtung Wohlen. Für die Fahrgäste von Mellingen nach Stetten und Stetten nach Mellingen wird ein Niederwil/Stetten, Shuttledienst aufgezogen, der zu den üblichen Fahrplanzeiten fährt.

Ohne Einschränkung verkehrt die Linie 322 zwischen Baden und Bremgarten. Allerdings besteht an der Künterstrasse in Stetten zwischen den Linien 322 und 336 während der Brückensperrung kein Anschluss.

Reisende von Baden in Richtung Wohlen und von Wohlen in Richtung Baden müssen die Linie 332 oder 334 via Mellingen–Heitersberg benützen; dort können sie auf die Linie 336 in Richtung Wohlen (und umgekehrt) umsteigen.

Nur noch Tempo 20

Nach der sechstätigen Reparatur darf die Brücke nur noch mit 20 Stundenkilometern befahren werden. Zudem sollen schwerere Fahrzeuge die Reussverbindung fortan in einem Abstand von 20 Metern zu anderen Fahrzeugen queren. Aufrecht erhalten bleibt die aktuelle, bescheidene Gewichtslimite von 3,5 Tonnen für die Fahrzeuge.

Laut Stefano Bradanini, dem Leiter Erhaltungsmanagement bei der Abteilung Tiefbau des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt, neigt sich die «Lebensdauer der alten Stahlbrücke definitiv ihrem Ende zu.»

Die Schäden hätten ein Ausmass angenommen, das kaum mehr weitere reine Erhaltungsmassnahmen zulasse. Alarmierend sei vor allem der beschleunigte Schadenverlauf bei den zahlreichen Roststellen.

«Sollte es im bevorstehenden Winter in ähnlichem Stil weitergehen oder noch schlimmer kommen, könnten aus Sicherheitsgründen weitere Regimebeschränkungen beim Befahren der Brücke oder gar Sperrungen nötig werden», teilte Stefano Bradanini mit.

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