Zusammen haben sie 55 Jahre für den Wald in der Region Muri gearbeitet: Beat Bossert feierte sein 25-Jahr-Jubiläum als Förster und Betriebsleiter, Andreas Budliger sein 30-Jahr-Jubiläum als Forstwart beim Forstbetrieb Region Muri. «Diese zwei Forstleute haben einiges im Freiamt geleistet», sagt Ueli Küng, Präsident der Betriebskommission des Forstbetriebs Region Muri, bei einer kleinen Feier im Maiholzwald.

Beat Bossert kam am 1. Juli 1989 in den Staatswald von Muri. Zuvor war er gute sechs Jahre als Revierförster in Meisterschwanden tätig. Seither ist viel geschehen: 1996 kamen mit der Ortsbürgergemeinde Muri und Aristau neue Partner hinzu, zwei Jahre später auch die Ortsbürgergemeinden Bünzen und Besenbüren. Als sich 2003 die Ortsbürgergemeinde Boswil anschloss, war das die Geburtsstunde des heutigen Forstbetriebes Region Muri. Bossert hat in seiner ruhigen Art Forst- und Betriebskonzepte für den Forstbetrieb und verschiedene Anschaffungen und Neubauten umgesetzt, wie Küng erinnerte. Er hat einige Lehrlinge ausgebildet und sich zugunsten der Berufsschule und der Weiterbildung von Forstleuten im Kanton Aargau eingesetzt. «Er organisierte auch einige Dutzend Waldumgänge, die in der Bevölkerung sehr beliebt sind.»

Schliesslich zeigte Bossert einen grossen Einsatz um den einzigen Forstgarten im Kanton Aargau, der im Murianer Maiholz liegt. Besondere Herausforderungen waren jeweils grössere und kleinere Stürme, zum Beispiel Vivian 1990 und Lothar 1999 sowie diverse Borkenkäferbefalle mit viel Schadholz. «Deine Weitsicht und das unternehmerische Denken bewältigten alle Veränderungen im Forst», machte Küng deutlich. Neben dem grossen Fachwissen verfüge der Betriebsleiter über eine sehr angenehme Art, den Forstbetrieb Region Muri erfolgreich zu führen. «Du handelst und denkst für den Forstbetrieb, als wenn es dein Betrieb wäre.»

Mit Unterstützung der Frauen

Das Gleiche gilt für Andreas Budliger, der sich seit dem 1. Mai 1984 für die Wälder und den Forstgarten im Forst Muri einsetzt. Neben seinem grossen Fachwissen über den Pflanzgarten und der Nachzucht habe er sich immer auch für die Instandhaltung der Maschinen im Forstbetrieb eingesetzt. «Der Wandel von der einfachen Holzerei zur heutigen mechanisierten, rationellen Holzernte war enorm.» Küng dankte aber auch Budligers Frau Esther und Bosserts Frau Margret. Sie hätten oft auf ihre Männer verzichten müssen, wenn die Arbeit im Wald auch mal am Wochenende oder Abenden gerufen habe.

Von gutem Holz

«Das Umfeld muss stimmen, wenn die Angestellten so lange in einem Betrieb bleiben», stellte Bossert fest. Er dankte Mitarbeitern und Betriebskommission für die gute Zusammenarbeit. Milly Stöckli, Vizepräsidentin von Muri, gratulierte Lehrling Linus Staubli sowohl für seinen hervorragenden Lehrabschluss als auch für den Gesamtsieg der Murianer Holzer mit Armin Huber, Andreas Budliger und Linus Staubli am Holzerwettkampf in Gansingen.