Herr Endres, würden Sie zu diesem Amt noch einmal Ja sagen, und wenn ja, weshalb vor allem?

Thomas Endres: Ja, auf jeden Fall, mit der gleichen Besetzung auf der Verwaltung. In unserem Milizsystem sind wir Gemeinderäte darauf angewiesen, dass wir sehr gut ausgebildete, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter haben. Eggenwil hat dies in allen Arbeitsbereichen.

Was war das schönste oder prägendste Ereignis in Ihrer Amtszeit?

Es waren zwei wegweisende Ereignisse, die mir immer in Erinnerung bleiben werden. Zum einen, dass der Souverän 2006 der politischen Eigenständigkeit von Eggenwil mit grosser Mehrheit zugestimmt hat und die Erweiterung des Gemeindehauses somit erfolgen konnte. Zum anderen, dass die Stimmbürger 2013 der von einigen Bürgern geforderten Auslagerung der 5. und 6. Primarklasse eine klare Abfuhr erteilt und stattdessen ebenso deutlich der Erweiterung der Schulanlage zugestimmt haben.

Was hat Sie am meisten in Ihrer Amtszeit geärgert?

Gestört hat mich nur, wenn etwa in einzelnen wenigen Fällen versucht wurde, Eigeninteressen mit unwahren Behauptungen in der Öffentlichkeit zum Durchbruch zu verhelfen. Erstaunt hat mich gelegentlich auch, wie viele selbst ernannte Fachexperten sich plötzlich am politischen Geschehen beteiligten.

Welches Gesetz oder welche Vorschrift für Ihre Gemeinde hätten Sie im Laufe Ihrer Amtszeit gerne abgeschafft, wenn es in Ihrer Macht gelegen wäre?

Keine, unsere Gemeindereglemente sind sinnvoll und vorausschauend. Drängten sich Revisionen auf, haben wir diese an die Hand genommen.

Soll ein abtretender Gemeindeammann nach seiner Amtszeit weiter als Bürger politisieren oder besser im Hintergrund bleiben?

Ich werde nach meinem Rückzug aus dem politischen Leben in der Gemeinde die Entwicklung von Eggenwil weiter mitverfolgen, dabei aber eher im Hintergrund bleiben.