Wohlen

Friedhofgärtner Peter Donat schmückt vor Allerheiligen die Gräber

Gärtner Peter Donat dekoriert in den Tagen vor Allerheiligen mit rund 20 Mitarbeitern etwa 1300 Gräber auf dem Friedhof. «Es liegt uns sehr am Herzen, dass die Gräber schön aussehen», sagt Donat. Heute Morgen erhalten die Gräber noch den letzten Schliff.

«Seit Juni arbeiten wir auf Allerheiligen hin», erklärt Gärtnereibesitzer Peter Donat, der mit seinen rund 20 Mitarbeitern etwa 1300 Gräber auf dem Wohler Friedhof für den Feiertag auf Vordermann bringt. «Die Gräber bepflanzen wir neu und dekorieren sie schön.» Jedes Jahr vor Allerheiligen herrsche viel Stress. Neben den Arbeiten in der Hauptsaison im Frühling brauche es für Allerheiligen den grössten Aufwand. «Doch wir sind alle topmotiviert. Es liegt uns sehr am Herzen, dass die Gräber schön aussehen», so Donat.

Arbeit bei bitterer Kälte

Im Juni haben er und seine Mitarbeiter angefangen, die Chrysanthemen, die eigens für Allerheiligen produziert werden, zu züchten. «Diese spezielle Pflanze sieht einfach wunderschön aus», sagt Donat. Anfang Oktober wurden die Gräber mit Blau- oder Weisstannen gedeckt. Vor allem Winterarrangements seien zu Allerheiligen sehr beliebt. «Bis jetzt lief in diesem Jahr alles sehr gut, wir sind voll im Zeitplan», erklärt Donat. Das Einzige, was nicht sehr gut sei, sei das Wetter: «Es ist bitterkalt hier am Morgen auf dem Friedhof. Doch wir halten das aus. Schlecht wäre jedoch, wenn es zu schneien oder zu regnen beginnen würde. Oder wenn es Frost gäbe. Dann müssten wir nämlich am Vorabend von Allerheiligen alle Gräber abdecken», erklärt er.

Veränderung in Bestattungskultur

Heute Morgen wird den Gräbern noch der letzte Schliff verliehen. «Wir saugen noch das letzte Laub ab und sorgen dafür, dass der ganze Friedhof tipptop aussieht», so Donat. Die gute Organisation sei das A und O an Allerheiligen. So werden zuerst im Gewächshaus an der Turmstrasse die Blumen geschnitten. Dort stehen Schachteln bereit, auf denen der Name des betreffenden Grabs steht. Anhand von Listen füllen die Floristinnen die Schachteln. Diese werden dann zum Friedhof transportiert, wo die Floristinnen die Gräber schmücken. «Wir sind ein wunderbar eingespieltes Team», schwärmt Peter Donat, «ich bin meinen Mitarbeiterinnen sehr dankbar.»

Donat, der die Gärtnerei schon in der 5. Generation führt, verspürt in letzter Zeit eine starke Veränderung in der Bestattungskultur. «Heute sind es vor allem die Italiener, die noch sehr viel Wert auf ein schönes Grab legen. Die Schweizer entwickeln sich eher in eine andere Richtung.»

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