Unteres Freiamt

Friedensrichterwahl: Isabelle Wipf tritt nicht mehr an – somit gibt es noch zwei Kandidierende

Für das Friedensrichteramt in den Gemeinden des Unteren Freiamts kandidieren im zweiten Wahlgangder Ingenieur Andreas Hofmann und die Unternehmerin Margrit Hard.

Zwei Kandidaten gehen am 9. Februar erneut ins Rennen um das Friedensrichteramt der Gemeinden rund um Wohlen: Andreas Hofmann aus Oberwil-Lieli und Margrit Hard aus Muri. Beim ersten Wahlgang am 24. November 2019 trat auch Isabelle Wipf an, die während 26 Jahren Gerichtspräsidentin des Bezirksgerichts Bremgarten war. Keiner der Kandidaten konnte damals das absolute Mehr erreichen.

Aus den Gemeinden Büttikon, Dottikon, Fischbach-Göslikon, Hägglingen, Niederwil, Sarmenstorf, Tägerig, Uezwil, Villmergen und Wohlen gingen insgesamt 7406 Stimmen ein. Isabelle Wipf erhielt damals 2125 Stimmen und damit die wenigsten.

«Ich habe andere Resultate erwartet», sagte sie nach dem 1. Wahlgang. Nun werde sie sich überlegen, ob sie auch am 9. Februar nochmals kandidieren wird. Als Friedensrichterin sei sie geeignet, da sie durch ihre Berufs- und Lebenserfahrung grosses Talent im Verhandeln und Vermitteln habe, sagte sie.

Inzwischen steht fest: Wipf tritt im 2. Wahlgang nicht mehr an. «In Absprache mit der Partei und aufgrund der Resultate bin ich zu diesem Schluss gekommen», sagt sie. Wipf erhielt Unterstützung von der FDP. «Ich akzeptiere, dass der Stimmbürger einen Nicht-Juristen und eventuell einen parteilosen Kandidaten bevorzugt.»

Kapazität und Vermittlungsgeschick

Entweder Andreas Hofmann oder Margrit Hard werden also künftig den Platz des aus Altersgründen zurückgetretenen Friedensrichter Yves Polin besetzen. Hofmann, der beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen (2780) erzielte, war als Dozent für Umweltmediation sowie als Stadtingenieur von Dietikon tätig. Momentan führt der 61-Jährige ein eigenes Ingenieurbüro.

Hofmann ist parteilos, erhält Unterstützung von der CVP. «Ich war vom Resultat wahnsinnig überrascht. Aber für mich war klar, dass ich noch einmal kandidiere», sagt er. Fürs Amt sei er wegen seiner beruflichen und menschlichen Erfahrung geeignet. Ausserdem habe er genug Kapazität, neben seinem Beruf das Amt auszuführen.

Margrit Hard erzielte beim ersten Wahlgang 2444 Stimmen. Die 55-Jährige ist als Unternehmerin in verschiedenen Branchen tätig, unter anderem im Mietwesen. Hard ist Vertreterin der SVP. «Ich musste eine Nacht darüber schlafen, ob ich noch einmal antreten soll», sagt sie.

Sie entschied sich dafür. «Wenn sich so eine Chance bietet, muss man dran bleiben.» Sie qualifiziere sich für das Amt, «weil ich gerne mit und für Menschen arbeite». Als Wohnungsabnehmerin und Mängelberaterin habe sie gelernt, Menschen unparteiisch zu beraten. Als Friedensrichterin wolle sie vermitteln, einen Rechtsweg ersparen und somit die «Justiz nicht unnötig belasten».

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