Wohlen
Freundschaft und Hoffnung in der Manege beim Zirkus Monti

Am 4. August startet der Circus Monti in seine neue Saison. Das Programm ist so speziell wie vielversprechend.

Nora Güdemann
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Das Trio «Moi et les Autres» mit seiner waghalsigen Akrobatik am Barren.

Das Trio «Moi et les Autres» mit seiner waghalsigen Akrobatik am Barren.

Nora Güdemann

Glück und Erfolg wünschen sich alle. Auch Arthur. Er führt ein gewöhnliches Leben, bis er eine besondere Kiste findet. Die «Dreambox» verspricht grenzenloses Glück. Doch Arthur muss viel dafür tun, um den Schatz behalten zu können. Er beginnt, Freundschaften zu vernachlässigen, und muss sich der Wahrheit stellen: Hat die Kiste vielleicht doch nur Unglück gebracht?

Das neue Programm des Circus Monti wird eine Antwort auf diese Frage liefern, verpackt in Tanz, Akrobatik und Musik. Marie-Josée Gauthier und Sylvain Lafortune, beide aus Kanada, waren für die Regie und Choreografie der neuen Inszenierung zuständig. «Wir wurden beispielsweise von ‹Herr der Ringe› inspiriert», sagt Gauthier, eine in Montreal ausgebildete Komikerin und Schauspielerin.

«Es steht ein Objekt der Begierde im Mittelpunkt, das einen alles andere vergessen lässt.» Sie verrät, dass für Arthur ein Happy End vorgesehen wurde: «Der Zirkus ist ein Gegenpol zur Grausamkeit dieser Welt und für den Protagonisten wählten wir die Hoffnung.» Ziel sei es, eine Geschichte über die Menschlichkeit zu erzählen, umrahmt mit viel Fantasie.

Vier Monate unterwegs

«Die Proben sind seit knapp acht Wochen im Gang», informiert Zirkusdirektor Johannes Muntwyler. Monti startet nächste Woche in die 33. Saison und ist vier Monate lang in der Deutschschweiz unterwegs: von Wohlen aus nach Basel, Aarau, Winterthur, Luzern, Wettingen, Solothurn, Bern und Zürich.

In Bern wird der Zirkus länger gastieren als 2016: «Das Zelt war stets brechend voll. Verlängerte Aufenthalte geben uns Zeit und damit die Möglichkeit, uns nicht einschränken zu müssen. Es ist ein Gewinn für alle», sagt Muntwyler. 14 Artistinnen und Artisten aus Frankreich, England, Kanada, den USA und der Schweiz sind involviert.

Höhepunkt sei das Trio «Moi et les Autres» die am Russischen Barren halsbrecherische Kunststücke zeigen und bereits Preise an internationalen Zirkusfestivals gewonnen haben. Auch Muntwyler selbst wird nach zweijähriger Pause wieder in der Manege stehen. Mit Sohn Mario wird er eine Jonglagedarbietung zeigen.

Altes Team, neue Ideen

Das Kreativteam, das mit den kanadischen Regisseuren für die Inszenierung «Dreambox» zuständig war, ist das gleiche wie im Vorjahr. Der Wohler Lukas Stäger schrieb die Musik: «Die Zusammenarbeit mit Marie-Josée Gauthier und Sylvain Lafortune war problemlos. Sie gaben mir die Chance, neue Klänge in die Manege zu bringen.»

Damenschneiderin Olivia Grandy konzipierte erneut die Kostüme der Artisten: «Die benutzten Materialien werden direkt ins Stück mit einbezogen», verrät sie. Musik, Kostüme, Bühnenbild, Requisiten und Darbietungen können jetzt noch eine Woche lang getestet werden. Dann gilt es ernst.

Premiere: Freitag, 4. August, 20 Uhr, Schützenhausplatz Wohlen, Gastspiel in Wohlen bis Sonntag, 6. August. Infos: www.circus-monti.ch.

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