Berikon

Freiwillige erledigen Hausputz bei den Vögeln

14 Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Berikon und Umgebung reinigten im Bremgarter Wald rund 350 Nistkästen. Ende Jahr wird es nochmals eine Hausputzete geben.

Es war kalt und neblig, als sich 14 Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Berikon und Umgebung am Samstagmorgen in Bremgarten versammelten. Einsatzleiter Peter Scheuzger teilte das Material aus und bestimmte, welches Team welche Route erhielt. «In Bremgarten haben wir zehn Strecken. Wir kümmern uns heute um sieben», sagte Scheuzger. Ausgerüstet mit Holzleitern, Ersatznistkästen, Notiz- und Putzmaterial ging es los.

Franziska Huber und Mario Suter sind seit sieben Jahren im Verein. An diesem Samstag übernahmen sie die Route, die vom abgebrannten Waldhaus aus an der BD-Linie entlang führte. Wo und auf welcher Strassenseite die Nistkästen hängen, erfuhren die beiden aus einem Plan.

Klettern, öffnen, entfernen

Jeder Nistkasten hat eine Nummer. Für spätere Statistiken notierte Franziska Huber, ob der Nistkas- ten besetzt war oder nicht. Ebenfalls notierte sie, wenn ein Nistkasten nach kurzer Suche nicht gefunden wurde. «Ist er nicht da, suchen wir nicht lange. Denn heute steht die Reinigung im Vordergrund», so Huber.

Das Ersetzen und Nachsuchen der Kästen erfolge durch pensionierte Mitglieder, welche unter der Woche ebenfalls einige Kästen reinigen würden. Letzteres übernahm Mario Suter. Auf der Schulter trug er die Holzleiter. Fanden die beiden einen Nistkasten, lehnte Suter die Leiter an den Baum, kletterte nach oben, öffnete mit einer Zange den Kasten und entfernte anschliessend das Nest. Das
Ergebnis meldete er Franziska Huber.

«Beim Reinigen trägt man bevorzugt alte Kleider und einen Hut», erzählte Suter. «Die Nester sind meist so trocken, dass sie mit einer dreckigen Staubwolke herausfallen.» Unangenehm können in seltenen Fällen auch Wespen oder Hornissen werden. Nämlich dann, wenn das kalte Herbstwetter die Tiere noch nicht abgetötet hat. Handschuhe helfen gegen spontane Stiche. «In den Nistkästen hausen vorwiegend Meisen wie die Kohl- oder die Blaumeise», wusste Franziska Huber.

Nicht nur Vögel im Nistkasten

«Aber auch Wespen, Hornissen, Siebenschläfer und Waldmäuse richten sich in den künstlichen Höhlen gemütlich ein.» Einzelne würden dort auch überwintern. Dennoch entfernte Suter alle Arten von Nestern. Denn die Mäuse würden sehr schnell wieder neue Häuschen besetzen.

«Die heutige Nistkastenreinigung im November ist eine Ergänzung zu unserem traditionellen Anlass am 27. Dezember», erläuterte Scheuzger. «Dann werden wir im Raum Berikon, Rudolfstetten und Oberwil-Lieli aktiv sein», blickte er voraus.

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