Muri
Freiämter Spital rechnet als Erstes elektronisch ab

Pionierrolle fürs Kreisspital für das Freiamt in Muri. Das Krankenhaus ist das erste Spital in der Deutschschweiz, welches die elektronische Fakturierung mit diversen Krankenkassen eingeführt hat.

Eddy Schambron
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Liefert Daten jetzt elektronsich: Das Kreisspital Muri.

Liefert Daten jetzt elektronsich: Das Kreisspital Muri.

Eddy Schambron

Dabei werden im Moment nur administrative Daten versendet, da vom Bundesamt für Gesundheit noch nicht definiert ist, ob und in welchem Umfang auch medizinische Datensätze den Krankenkassen zur Verfügung zu stellen sind.

Neustes System

Das Murianer Spital ist mit der elektronischen Fakturierung so frühzeitig, weil es eben ein neues, modernstes Administrativsystem in Betrieb genommen hat. «Damit konnten wir gleich mit dem Anbieter die Anforderungen der Krankenkassen an die elektronische Fakturierung mit berücksichtigen», erklärt Marco Beng, CEO des Kreisspitals für das Freiamt. Dabei seien unzählige Tests durchgeführt worden, welche auch immer wieder neue Detailfragen aufkommen und lösen liessen. Schliesslich konnte am 31. Januar die erste elektronische Faktura an die Versicherer erfolgreich versandt werden. Inzwischen rechnet das Freiämter Spital mit diversen Krankenkassen produktiv ab.

Grundsätzlich muss mit dem Start des SwissDRG (Swiss Diagnosis Related Groups) auch der elektronische Datenaustausch der Fakturierung eingeführt werden. Im Moment laufen noch Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und den Leistungserbringern, wie lange die Übergangsfrist für die Umsetzung und Einführung dieses Datenaustausches im Jahr 2012 dauern darf. Für das Freiämter Spital stellt sich diese Frage nicht mehr.