Boswil / Zürich
Freiämter Bauunternehmer realisiert in Zürich den grössten Skatepark von Europa

Die Bucher+Joho AG baut beim Sihlcity in Zürich einen riesigen Freestylepark für Skater. Laut Architekt Erwin Rechsteiner ist es gar der grösste in Europa. Bauunternehmer Rolf Bucher berichtet von den Bauarbeiten.

Robert Benz
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Auf einem «Curb» im «Poolbereich» sonnt sich Rolf Bucher im Glanze des neuen Skateparks.ROB

Auf einem «Curb» im «Poolbereich» sonnt sich Rolf Bucher im Glanze des neuen Skateparks.ROB

ZVG

Rolf Bucher, Bauunternehmer aus Boswil, hat zusammen mit dem Thurgauer Architekten Erwin Rechsteiner beim Zürcher Sihlcity einen riesigen Skatepark gebaut.

«Erwin Rechsteiner versicherte mir, es sei der mit Abstand grösste Skatepark in Europa», sagt Rolf Bucher, «hier waren Handwerk, Know-How und Erfahrung gefragt.»

Das konnte die Bucher+Joho AG bieten, hat sie doch extra für Skateparks ein eigenes Spezialverfahren zur Betonmischung entwickelt, das jetzt ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis ist.

Dass Bucher und seine Firma für die Anlage überhaupt in Frage kamen, hat mit Architekt Rechsteiner zu tun. Als Spezialist für Bahnen solcher Art hat er den Bau einer Anlage in Hitzkirch durch Bucher beaufsichtigt. Was er sah, gefiel ihm. Bucher erhielt den nächsten Auftrag.

Im Freestylepark Zürich agierten zeitgleich vier bis zehn Baufachleute, wie Bucher erläutert. Ihr wichtigstes Werkzeug: speziell angefertigte Schablonen aus der Werkstatt.

«Diese Holzteile garantieren, dass die Rundungen bei denselben Elementen immer gleich sind», so Bucher. Wie genau sich der Wechsel von einem ‹Curb›, also einer Rundung zur anderen gestaltete, entscheide die handwerkliche Kunst der Mitarbeiter, und das Augenmass von Polier und Bauführer.

Um sich vor Regen und Sonne zu schützen, arbeiteten Buchers Leute unter Zelten, die sie jeweils verschoben, wenn sie mit einem ‹Curb› fertig waren.

«Besonders stolz sind wir auf die Verbindungsbrücke zwischen dem Pool-Bereich (siehe Bild) und dem Street-Bereich.

Dort hat es viele Schrägen drin. Das ist schon fast ein kleines Kunstwerk», schmunzelt Bucher. Die grösste Herausforderung sei aber der Sichtbeton gewesen, hier: Belag und Fahrbahn. Er musste sehr fein und griffig sein, aber auch Gleiten ermöglichen.

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