Freiamt
Kurioses rund um die Gemeinderatswahlen: Wer noch dringend Kandidaten sucht oder wo sich eine Frauenmehrheit abzeichnet

In den 41 Freiämter Gemeinden stellen sich total 235 Personen zur Wahl in einen Gemeinde- oder Stadtrat. Die AZ hat sich in den Kandidatenlisten nach Auffälligkeiten umgeschaut.

Marc Ribolla
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Wer wird gewählt? Auch im Freiamt werden am 26. September in allen Gemeinden die Gesamterneuerungswahlen für die Gemeinderäte durchgeführt.

Wer wird gewählt? Auch im Freiamt werden am 26. September in allen Gemeinden die Gesamterneuerungswahlen für die Gemeinderäte durchgeführt.

Keystone

In wenigen Wochen flattern die Wahlunterlagen für die Gemeinderatswahlen vom 26. September ins Haus. Mit den Wahlvorschlägen der offiziellen Kandidatinnen und Kandidaten auf einem separaten Blatt.

Insgesamt liebäugeln zwar 235 Personen mit dem Gemeinderatsamt, was für die zu besetzenden total 205 Sitze zwar reichen würde. Doch nicht in allen 41 Gemeinden des Freiamts verteilen sich die Kandidierenden gleichmässig. Die AZ hat sich durch die Listen gearbeitet und einige Auffälligkeiten zusammengetragen.

Wenig Spielraum haben die Stimmberechtigten in über einem Drittel der Gemeinden. In 15 Orten haben sich genau so viele Bewerber offiziell angemeldet, wie es zu vergebenden fünf Sitze gibt. Davon gibt es in sechs Gemeinden (Beinwil, Eggenwil, Islisberg, Oberlunkhofen, Dietwil und Tägerig) sogar keinen Wechsel. Alle fünf Bisherigen treten konkurrenzlos wieder an.

Neun Kandidierende in Merenschwand

Eine besonders grosse Auswahl wird hingegen in fünf Orten präsentiert. In Merenschwand und Widen möchten gleich 9 (!) Personen in den Gemeinderat einziehen oder bleiben. Mit 8 Kandidierenden und einem breiten Spektrum an Parteien können immerhin Wohlen, Jonen und Villmergen aufwarten.

Grössere Mühe genügend Kandidaten zu finden, haben heuer die Gemeinden im Bezirk Muri. Besonders arg steht es um Bünzen, wo sich nur gerade eine Person wählen lassen möchte. Es droht im schlimmsten Fall eine Zwangsverwaltung durch den Kanton. Einer oder zwei Kandidaten fehlen auch noch in Bettwil, Oberrüti, Geltwil und Abtwil.

Insgesamt kandidieren 60 Frauen freiamtweit. Praktisch sicher ist dabei, dass Rottenschwil zukünftig von einer weiblichen Ratsmehrheit regiert wird – trotz Rücktritt von Frau Gemeindeammann Huonder. Auf der Fünfer-Liste figurieren drei Kandidatinnen (eine Bisherige und zwei Neue).

In Oberwil-Lieli möchte die letztes Jahr in den Grossen Rat gewählte Rita Brem-Ingold (Die Mitte) nun auch in den Gemeinderat einziehen. Und wie andere Freiämter in beiden Räten politisieren. Und: Im Kelleramt könnte es in Zukunft zwei Gemeinderäte namens Patrick Stutz geben – in Jonen und in Islisberg.

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