«Bella Risa» heisst schönes Lächeln. Ebenso heisst auch die Initiative von Daniela Frey Perez, der Murianer Dentalhygienikerin und Schulzahnpflegeinstruktorin. Sie setzt sich täglich für die Mundgesundheit der Jugend hierzulande ein, und seit über sieben Jahren auch für Kinder in der Karibik. Was mit einer spontanen Idee und 400 Zahnbürsten im Reisekoffer anfing, entwickelte sich bis heute zu einem kleinen Sozialprojekt. 2018 waren es über 7000 Zahnbürsten und 5000 Zahnpasten, Becher, Mundspülungen und weiteres Zubehör, die per Schiffscontainer über den Atlantik transportiert wurden. Mittlerweile auch Schulmaterial, Kleider, Spielsachen und Möbel. Sie könnte noch viel mehr mitnehmen, sagt die Dentalhygienikerin und findet: «Als Schweizerin habe ich das Privileg, in den schönen, aber eben auch von Armut betroffenen Ländern Urlaub zu machen. Mit meinem Engagement möchte ich etwas zurückgeben.»

Ein spontaner Einfall

Es war eine zufällige Idee, die zur Entstehung des Projektes führte. In den Ferien in der Dominikanischen Republik erzählte Frey dem Hotelpersonal davon, dass sie in der Schweiz beruflich Zahnprophylaxe-Schulungen macht. Jemand sagte aus Spass, das könnte sie doch auch hier anbieten. Sechs Monate später kehrte sie mit einem Koffer voller Zahnbürsten zurück. So nahm Bella Risa seinen Lauf. Angeknüpft am Erfolgsrezept der Schweizer Schulzahnpflege expandierte Bella Risa nach den gleichen Ansätzen mit dem Motto «Vorbeugen ist besser als Heilen» in die Karibik. Das Sozialprojekt möchte die Mundgesundheit in armen Ländern fördern. Ziel ist es, für eine gute orale Hygiene und gesunde Essgewohnheiten zu sensibilisieren. In Schulen, Waisen- und Kinderheimen wird über Mundhygiene, Ernährung, Karies und Zahnfleischentzündung informiert und instruiert, wie man sich richtig die Zähne putzt. Es werden vor Ort neben den Kindern auch die einheimischen Lehrpersonen und Betreuerinnen in diesen Bereichen geschult. «Ich verschenke nicht einfach Zahnbürsten, sondern zeige, wie man sie richtig benützt», erzählt Frey. Seit 2014 engagiert sich Bella Risa auch in Haiti. Zuerst unspezifisch, aber seit dem Jah 2015 fixiert auf ein Kinderheim in Port au Prince.

Fehlendes Wissen

Viele denken sich, die armen Inselbewohner hätten grössere Probleme als ihre Zahnhygiene. Erkrankungen in der Mundhöhle haben aber Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit. Beispielsweise essen Kinder mit desolaten Zähnen nicht mehr richtig. Die Folge davon: Mangelernährung. Und das wiederum bedeutet, sie haben Defizite oder erkranken und kommen deshalb nicht auf die Adoptionsliste.
«Generell lässt sich sagen, dass die Hygiene in von Armut betroffenen Ländern oft mangelhaft ist, dies meist aufgrund von fehlendem Wissen», sagt die Freiämterin. «Die Vermittlung dieses Wissens ist ein Hauptziel von Bella Risa.» Freys Ziel ist es, die Einsätze regelmässig zu wiederholen, um den Lerneffekt nachhaltig zu gewährleisten und weitere Schulen und Waisenhäuser zu besuchen. Bis heute setzt die Murianerin ihr Projekt als Privatperson um. Damit gewährleistet sie, dass die eingesetzten Gelder am richtigen Ort ankommen. Da hinter Bella Risa keine Organisation steht, ist Daniela Frey Perez auf finanzielle Mithilfe angewiesen. 


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