Vor zweieinhalb Wochen konnte der Verein «kindergardens4senegal» in Goudiabya einen Kindergarten eröffnen. Kinder und Eltern sehnten diesen Tag schon herbei, und ihre Augen strahlten vor Freude. «Das in diesem Jahr erbaute Gebäude mit drei Klassenräumen für die drei-, vier- und fünfjährigen Kinder findet wahrlich Begeisterung», erzählt Marielle Furter aus Hägglingen, Präsidentin und Projektleiterin des Vereins, in einem Bericht.

Sieben Monate dauerte die Bauphase für den Kindergarten. Eine zusätzliche Herausforderung war, dass in Goudiabya noch kein Wasseranschluss besteht. So kümmerten sich die Freiämterin und ihr Projektpartner, Elhadji Mamdou Dieme, Präsident der Senegaler Partnerorganisation «ndimbal xale yi», um die 2000 bis 3000 Liter Wasser, die täglich aus dem Brunnen gezogen und zur Baustelle transportiert werden mussten. Zum Teil mithilfe der Bevölkerung und der Arbeiter, an manchen Tagen aber auch nur zu zweit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Kinder haben sich in den vergangenen Wochen schnell eingelebt. Nun beginnt die vereinbarte Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und Inspektoren, während Furter den Kindergarten begleitet. In Niaguis eröffnete die Projektleiterin ihren ersten Kindergarten, der inzwischen sein viertes Schuljahr begann und sich mittlerweile selber organisieren und finanzieren kann. «Es ist uns wichtig, dass die von uns realisierten Kindergartenprojekte nach einigen Jahren selbstständig als staatliche Institution genauso gut funktionieren. Somit freut es mich ausserordentlich, dass unser Konzept ‹Hilfe zu Selbsthilfe› sich nach unseren Vorstellungen erfüllt. Es hat sich tatsächlich ein reibungsloser Unterricht eingespielt und ich freue mich bei jedem Besuch, die positive Entwicklung der Kinder zu beobachten», erzählt die Präsidentin.

Begleitet vom SRF

Besonders ist auch, dass das diesjährige Projekt rund um die Eröffnung von der TV-Sendung «Auf und davon» von SRF begleitet wurde. Am 16. Februar 2019 um 20 Uhr läuft die Jubiläumssendung auf SRF 1 und bietet damit die Möglichkeit, einen Einblick in Marielle Furters Projekt und das Leben im Senegal zu erhaschen. (AZ)